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"Der neue Hass auf Homosexuelle"
Podiumsdiskussion
Der neue Hass auf Homosexuelle
"Die Leute haben mich angeguckt wie ein Stück Dreck - und so bin ich mir auch vorgekommen. Eines Morgens bin ich in die Schule gekommen, und überall hingen schon die Zettel. Das war ein ganz, ganz schreckliches Gefühl, weil ich sofort wusste, was los war."
Auf den Zetteln stand Madeleines Outing. Sie hatte einer Freundin in einem Brief geschrieben, dass sie nicht weiterwisse. Immer verliebe sie sich nur in Mädchen. Eigentlich suchte sie jemanden zum Reden. Aber die Freundin kopierte den Brief und hängte ihn aus - in der ganzen Schule. Damals war Madeleine gerade mal zwölf Jahre alt.
Die Lehrergewerkschaft GEW sagt, dass "schwul" und "Schwuchtel" heute die häufigsten Schimpfwörter auf dem Schulhof sind. Studien belegen, wie sehr sich das Klima an deutschen Schulen bereits in diese Richtung entwickelt hat: Einer Umfrage der Marktforscher von iconKids & youth zufolge finden über zwei Drittel der Jungen und die Hälfte der Mädchen Lesben und Schwule "überhaupt nicht gut". Die Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes hat herausgefunden, dass auch zwei Drittel aller Erwachsenen mit Homosexualität lieber nichts zu tun haben wollen. (aus „Zum Schweigen verdammt“, Christina Zühlke, Spiegel online, 12.04.10)
Wo kommt er her und wie tief sitzt er, der Hass auf Homosexuelle? Was sind die Ursachen, dass Schwule und Lesben immer wieder Verachtung und Aggression erfahren trotz vermeintlich rechtlicher Gleichstellung? Wie ist Homophobie heilbar? Diese Tatsachen und Fragen stehen zur Disposition.
Es diskutieren Politiker/-innen aus Bund Land und Stadt, Monika Lazar (Grüne), Sabine Friedel (SPD) und Marco Götze (Linke).






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