CSD-Woche vom 10. bis 17. Juli 2010

Aktuell:

29.01.2010 18:39

Lesben und Schwule in die Verfassung

Wir begrüßen die von den Fraktionen der SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE eingebrachten parlamentarischen Initiativen zur Ergänzung des Art. 3 Abs. 3 GG um das Merkmal der sexuellen Identität. Die von den drei Fraktionen geforderte Grundgesetzänderung zum Diskriminierungsschutz für Lesben, Schwule und Transgender ist eine der Hauptforderungen des LSVD; ein Anliegen das inzwischen von weiten Teilen der Gesellschaft getragen wird.

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22.10.2009 12:58

Durchbruch bei Gleichstellung von Lebenspartnern

Das Bundesverfassungsgericht hat heute seinen Beschluss vom 07.07.2009 veröffentlicht, wonach die „Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder" (VBL) hinterbliebenen Lebenspartnern dieselbe Hinterbliebenenrente gewähren muss wie hinterbliebenen Ehegatten. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ist ein Durchbruch in der Diskussion um die rechtliche Stellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften.

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40 Jahre CSD-Bewegung

Wie es in New York begann

Im New York der 60-er Jahre herrschte gegenüber Homosexuellen ein repressives Klima. Lokale, in denen Männern mit Männern oder Frauen mit Frauen tanzten, waren verboten. Deshalb entstanden überall private lizensierte Clubs, die ein paar Dollar für eine Tagesmitgliedschaft verlangten. Ein solcher Treff war auch das "Stonewall Inn" an der Christopher Street im Greenwich Village.

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Augenzeugenbericht

New York, 3. Juli 1969

Ein Reporter, Augenzeuge der Vorkommnisse, beschreibt das Geschehen:
"Pine (der diensthabende Kommissar) sagt: ,Wir müssen reingehen, uns drinnen einschließen, das ist sicherer.' Ich gehe mit. Wir schließen die schwere Tür. Die Front des Stonewall besteht größtenteils aus Ziegelsteinen, ausgenommen die Fenster, die von innen mit Sperrholz geschützt sind. Drinnen hören wir das Rütteln an den Fenstern, gefolgt von Geräuschen, die von an die Tür geworfenen Ziegelsteinen stammen müssen. Wir hören aufgebrachte Stimmen."

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Entstehen politischer Forderungen

Radikalisierung im Umfeld der Friedensbewegung

Der erste Teil der "Stonewall-Rebellion" bis zum Ausbruch des Feuers dauert ganze 45 Minuten. Es gibt mehrere Verletzte. Dreizehn Personen werden verhaftet. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde in der Szene, dass sich die Gays zu wehren begonnen haben. Als am nächsten Tag viele Schwule und Lesben vor das Stonewall ziehen, um den Ort des Aufbruchs zu besichtigen, finden sie dort eine Menge Kreideinschriften an den Wänden: "Support gay power!", "Drag power!", "They invaded our rights", "Gay is good" und immer wieder "Gay Power!"

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CSD-Bewegung in Europa

Mit 10 Jahren Verspätung

Die Bedeutung von Stonewall vermittelte sich weltweit; Gay Liberation Fronts entstanden in vielen amerikanischen und einigen europäischen Städten. In Deutschland spielte die Stonewall-Randale indes zunächst keine Rolle: Zwei Tage vor dem New Yorker Ereignis hatte der Bonner Bundestag den Schwulenparagraphen 175 reformiert.

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