CSD-Woche vom 07. bis 14. Juli 2012

Aktuell:

15.09.2011 12:25

Pressemitteilung vom 14.09.2012

*_"Hinter dem Horizont geht' s weiter..." -- CSD Leipzig legt Motto für 2012 fest_* Auf der heutigen Sitzung des CSD Orgateams stand das Motto für den CSD 2012 auf der Tagesordnung. Nach 3 erfolgreichen Jahren unter dem Motto "Homophobie ist heilbar..." war es Zeit für einen neuen, prägnanten Leitspruch. Nach einer Ausschreibung lagen dem Orgateam 16 Motti vor und nach kurzer und intensiver Diskussion stand die Entscheidung fest. Mit großer Mehrheit entschied sich das CSD Team für: */_"Hinter dem Horizont geht's weiter..." _/* als neue Devise für 2012.

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08.07.2011 16:06

Pressemitteilung vom 04.07.2011

CSD Leipzig fordert: „Gender- und Sexualpädagogik muss eine größere Beachtung in der Hochschul- und Bildungspolitik zugewiesen werden!“ Nach einem fulminanten Start in den Christopher-Street-Day in Leipzig am vergangenen Samstag in der Frauenkultur, wird das vielfältige Veranstaltungsprogramm fortgesetzt. Dabei macht der CSD Leipzig deutlich, dass für die Leipziger Community die politische Botschaft und die selbstbewusst vorgetragenen Forderungen im Fokus stehen. Homophobie und Hass gegenüber Schwulen, Lesben und Transgender sind immer noch gesellschaftliche Realität

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40 Jahre CSD-Bewegung

Wie es in New York begann

Im New York der 60-er Jahre herrschte gegenüber Homosexuellen ein repressives Klima. Lokale, in denen Männern mit Männern oder Frauen mit Frauen tanzten, waren verboten. Deshalb entstanden überall private lizensierte Clubs, die ein paar Dollar für eine Tagesmitgliedschaft verlangten. Ein solcher Treff war auch das "Stonewall Inn" an der Christopher Street im Greenwich Village.

Razzien waren dort nichts Ungewöhnliches. An diesem 27. Juni 1969 hatten die Beamten einen Durchsuchungsbefehl für das Stonewall Inn in der Christopher Street. Tatsächlich schufen sie eine Legende, die in den letzten fast vierzig Jahren manches bewirkt hat: Die Razzia gilt als Beginn einer weltweiten Emanzipationsbewegung der Homosexuellen.

Bürgerkrieg im Village

Zunächst verlief die Razzia, die mit illegalem Alkohol-Ausschank begründet wurde, recht geordnet, keine Rede von Emanzipations-Rebellion: Zwei Tresenkräfte, drei Drag-Queens und eine Lesbe wurden festgenommen, die übrigen Gäste auf die Christopher Street geleitet. Die so versammelte Gruppe wurde durch Passanten noch verstärkt, schließlich waren es um die 1 000 Menschen. Die Menschenmenge draussen wurde ungeduldig und bald kippte die Stimmung, als eine festgenommene Lesbe zu einem Polizeiauto gebracht werden sollte. Sie setzte sich zur Wehr, riss sich los. Rufe wie "Schweine" und "Faggot cops" waren zu hören, die Polizisten wurden mit Gegenständen beworfen und suchte innerhalb des Lokals Schutz. Pflastersteine flogen, Benzin wurde ausgeschüttet und angezündet.

Im gleichen Moment traf Polizeiverstärkung ein: mehrere Hundertschaften im Kampfanzug und mit Schutzhelm. Für mehrere Stunden herrschte "Bürgerkrieg in Greenwich Village", wie die "New York Daily News" später schrieb. Auch andere Zeitungen berichteten ausführlich über den Aufstand.

An den Folgetagen lieferten sich weiterhin Hunderte von Schwulen, Lesben und Drag-Queens Strassenschlachten mit der Polizei. Schätzungsweise 4 000 Schwule, Lesben und Drag-Queens waren auf den Straßen. An den eigentlichen Krawallen beteiligten sich einige hundert.

Es war das erste Mal, dass sich die Betroffenen nicht mehr alles bieten ließen und sich zu wehren begannen. Die homosexuelle Befreiungsbewegung war geboren: In den USA und in vielen anderen Ländern entstanden Menschrechtsgruppen , welche die Diskriminierung von Homosexuellen nicht mehr hinnehmen wollten. Die Wut verwandelte sich in Stolz.

Seither gedenken Lesben und Schwule auch in Europa diesem identitäts-stiftenden Ereignis mit dem "Christopher Street Day" oder der "Gay Pride".

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