CSD-Woche vom 02. bis 09. Juli 2011

Aktuell:

23.07.2010 15:59

"Homophobie ist heilbar" - aber nicht durch Bloßstellen!

Die öffentliche Empörung über die Äußerungen von CDU-Politiker Kai Hähner entzündet sich zu Recht an dem leider noch besonders in konservativen Kreisen verbreiteten Irrglauben, dass Kinder und Jugendliche zur Homosexualität "verleitet" werden können.

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18.07.2010 11:36

Der Kampf gegen Homophobie geht weiter!

Das Motto  "Homophobie ist heilbar"  scheint zu einer sehr erfolgreichen Marke für den Leipziger CSD geworden zu sein, so dass die Teilnehmerzahl nochmal zulegen konnte. Rund 2500 Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und deren Freunde zogen in einem bunten Zug mitten durch die Leipziger Innenstadt sowie halb um den Ring.

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Entstehen politischer Forderungen

Radikalisierung im Umfeld der Friedensbewegung

Der erste Teil der "Stonewall-Rebellion" bis zum Ausbruch des Feuers dauert ganze 45 Minuten. Es gibt mehrere Verletzte. Dreizehn Personen werden verhaftet. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde in der Szene, dass sich die Gays zu wehren begonnen haben. Als am nächsten Tag viele Schwule und Lesben vor das Stonewall ziehen, um den Ort des Aufbruchs zu besichtigen, finden sie dort eine Menge Kreideinschriften an den Wänden: "Support gay power!", "Drag power!", "They invaded our rights", "Gay is good" und immer wieder "Gay Power!quot;

Robert Amsel, ab der zweiten Nacht Zeuge der Ereignisse, stellte 1987 im US-Homo-Magazin "Advocate" die Frage, ob die Unruhen in der Christopher Street unter diesen Umständen überhaupt "irgend etwas mit schwul-lesbischen Rechten zu tun" gehabt hätten. Auch wenn die Eruption in der Christopher Street eher ein Zufall gewesen sein sollte, die, wie Spötter sagen, verstärkt wurde durch die Trauer der Homos um die am gleichen Tag beerdigte Judy Garland: Die "Haarnadel-Revolte", wie sie zunächst genannt wurde, erlangte eigene Bedeutung und versetzte der Homo-Emanzipation einen kräftigen Schub über die bieder-bürgerlichen Anstrengungen der 60er Jahre hinaus. Die kurze Zeit später gegründete Gay Liberation Front (GLF) hatte eine eindeutig linke Ausrichtung und orientierte sich an der Friedens-, Black-Power- und Frauenbewegung jener Zeit. Auch dort hatte es Radikalisierungen gegeben, und Gay Lib war eingebunden in die durch Hippiekultur und den Protest gegen den Vietnam-Krieg gekennzeichnete Auf- und Umbruchstimmung. An die Stelle höflichen Protestierens durch bürgerliche Homophile aus der Anzugträger-Ecke trat nun militante Konfrontation.

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