IDAHIT* 2017

IDAHIT* 2017


Demonstration zum IDAHIT* 2017

Der IDAHIT* ist der Internationale Tag gegen Homo-, Inter- und Transfeindlichkeit. Am 17.05.1990 wurde Homosexualität aus dem Krankeitskatalog der Weltgesundheitsorganisation gestrichen. Seitdem hat sich viel getan, aber es ist noch lange nicht genug.

Die Forderungen des IDAHIT* Leipzig: 

  • Wir fordern, dass sich jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung, frei und sicher in Leipzig und anderswo bewegen kann. Niemand sollte körperliche, seelische, verbale und/oder strukturelle Gewalt zu befürchten haben!
  • Wir fordern Gleichwertigkeit und volle gesellschaftliche Anerkennung geschlechtlicher und sexueller Identitäten und Körperlichkeiten wie Intergeschlechtlichkeit, Transidentität, Homo-, Bi- und Asexualität!
  • Asexuelle Menschen brauchen mehr Sichtbarkeit und politische Interessenvertretung!
  • Wir fordern ein Verbot sog. Konversionstherapien oder ähnlicher Versuche der psychischen Beeinflussung von sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten, wie sie auch in Sachsen stattfinden!
  • Wir fordern die Abschaffung des Transsexuellengesetzes (TSG)!
  • Wir fordern die Anerkennung von Sexarbeit und Sexualbegleitung als gleichberechtigte Arbeitsbereiche sowie deren Entstigmatisierung!
  • Wir fordern die Anerkennung von sexueller Identität als Asylgrund!
  • Wir fordern die Sichtbarmachung und Anerkennung für Menschen, die sich nicht in die vorherrschenden Geschlechterrollen einordnen wollen bzw. können!
  • Wir fordern, dass Inter- und Transgeschlechtlichkeit nicht mehr als Krankheiten angesehen werden!
  • Wir fordern, dass medizinisch nicht notwendige Eingriffe an Inter*-Menschen ausschließlich im Einverständnis mit den Personen und nach umfassender Information der Betreffenden über den Eingriff vorgenommen werden!
  • Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit können außerdem nicht losgelöst von anderen Ungleichheiten betrachtet und schon gar nicht verändert werden! Wir kritisieren ebenso weitere gesellschaftliche Machtverhältnisse, wie sie sich z.B. in Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Klassismus, Lookismus und Feindlichkeit gegenüber Menschen mit Beeinträchtigungen ausdrücken! Die Emanzipation einer Gruppe kann und darf nicht auf Kosten anderer erfolgen!

Der IDAHIT* ist ein Projekt des RosaLinde Leipzig e.V mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch und dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Studierendenrates der Universität Leipzig.

Im Rahmen des IDAHIT* 2017 finden folgende Veranstaltungen statt:

Aktionstag zum IDAHIT*
17.05.17, 13-18 Uhr, Richard-Wagner-Platz

Film & Gespräch: „Olya’s Love“
17.05.17, 19.30 Uhr, Cinémathèque
Eintritt: 1-6€ / Refugees frei // der Film wird im Originalton (Russisch) mit englischen Untertiteln gezeigt.
„Olya‘s Love“ ist ein Film über ein lesbisches Pärchen in Moskau. Die Dokumentation zeigt ein Leben außerhalb bestehender Normen auf zwei unterschiedlichen Ebenen – die emotionale und ganz persönliche Geschichte der beiden jungen Frauen einerseits, eingebettet in die homofeindliche und sexistische politische und gesellschaftliche Situation zu Zeiten des „Homo-Propaganda-Gesetzes“ in Russland andererseits.
Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir euch ein, mit der Protagonistin und Aktivstin, Olya Kuracheva, über die aktuelle Lage der LGBTIQ-Community in Russland und in Europa ins Gespräch zu kommen.
Demonstration zum IDAHIT*
Runter vom Sofa – raus auf die Straße!
Sa, 20.05.17, 16 Uhr

Auch in diesem Jahr demonstrieren wir zum IDAHIT*, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Inter- und Transfeindlichkeit. Anlass dieses Tages ist der 17.05.1990, als die Weltgesundheitsorganisation beschloss, Homosexualität aus ihrem Krankheitskatalog zu streichen. Seitdem hat sich viel gebessert, aber es ist noch nicht genug! Vom Backlash in den USA, über das „Homo-Propaganda-Gesetz“ in Russland, den Umgang mit queeren Geflüchteten, die homofeindliche „Demo für alle“, welche nun auch in Sachsen agitiert, Konversionstherapien zur „Heilung“ von Homosexualität, bis hin zu aktuellen Entwicklungen vor Ort, wie dem Leipziger Amtsgericht, das momentan Trans*-Personen den Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen erschwert. Kommt mit uns auf die Straße, um diese Zustände anzuprangern und ein Zeichen zu setzen!

Start: Rabet
Ziel: Augustusplatz

Die Redebeiträge der Veranstaltung werden in Gebärdensprache gedolmetscht. Partei- und Nationalflaggen sind auf der Demo nicht erwünscht.

Weitere Infos unter: https://idahitleipzig.wordpress.com