Höhepunkte: CSD-Demo & Straßenfest
Die großen Höhepunkte dieser überaus bunten CSD-Woche bildeten die große CSD-Demonstration und das Straßenfest am 17.7. auf dem Nikolaikirchhhof.
Das Motto "Homophobie ist heilbar" scheint zu einer sehr erfolgreichen Marke für den Leipziger CSD geworden zu sein, so dass die Teilnehmerzahl nochmal zulegen konnte. Rund 2500 Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und deren Freunde zogen in einem bunten Zug mitten durch die Leipziger Innenstadt sowie halb um den Ring.
Der CSD in Leipzig ist mittlerweile bundesweit bekannt dafür, dass er sich ernsthaft für gesellschaftliche Veränderungen einsetzt und nicht vom Kommerz dominiert wird. Deshalb gab es in Leipzig traditionsgemäß eine klassische Demonstration, die mitten durch die Fußgängerzonen der Leipziger Innenstadt führte und dabei an den Urspung der Stonewall-Bewegung von vor über 40 Jahren erinnerte. Bei dieser Demo, die ebenfalls vom Geist der Leipziger Bürgerbewegung von `89 inspiriert ist, stand vor allem die politische Botschaft im Mittelpunkt, wobei aber auch der Spass nicht zu kurz kam.
Dem CSD-Schirmherrn Ralf König, der bekannte Comic-Zeichner aus Köln,
hat der CSD - aber auch die Stadt Leipzig - sehr gefallen und möchte
gerne wiederkommen. In seinem Interview betont er, wie wichtig die CSDs
auch heute noch für das persönliche Coming-Out sind. Die anwesenden
Politiker Monika Lazar (MdB Grüne),
Constanze Krehl (MdEP SPD) und Gisela Kallenbach (MdL Grüne) gelobten,
sich weiterhin für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und
Transgendern einzusetzen. Denn die Tatsache, dass es noch keine volle
rechtliche Gleichstellung z.B. im Steuerrecht und Erbrecht gibt, ist oft
ein Grund für Ausgrenzung und Diskriminierung.
Die mit vielen Ständen auf dem Nikolaikirchhof beim CSD-Straßenfest vertretenen Gruppen und Initiativen freuten sich ebenfalls über reges Interesse bei den Besuchern und dass sie von einem größeren Unwetter verschont blieben.
Beim Kulturprogramm mit Soul-Diva Wanda Kay, DIE MUSIKERIN und der beliebten Coverband"ABBA da Capo" zeigte sich, dass wenn
die Berührungsängste einmal abgelegt sind, auch die zahlreich anwesenden
Heteros ihre (versteckte) Vorliebe für Glamour und Pailletten ausleben
konnten.








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Kommentar von Matthias | 18.07.2010
vielen dank für die organisation!
ich mag eigentlich demonstrationen nicht so sehr, zu laut, zu viele menschen, aber fand es sehr schön, gemeinsam mit 2500 anderen (das war ja die geschätzte zahl, mal schauen...) durch Leipzig zu laufen
ein kleiner kritikpunkt: die mikrotechnik bei der kundgebung zu beginn war mitunter eun bißchen schwach, so habe ich zum beispiel wenig von ralf könig gehört, während susanne hampe gut zu verstehen war, auch bei einigen anderen redebeiträgen empfand ich es als zu leise.
aber wie gesagt, sehr schöne demo und auch gut die inhaltlichen schwerpunkte (obwohl ich die starke fixierung auf den fußball in einer stelle zwar nachvollziehen kann, aber nicht unbedingt als derart wichtig erachte, aber das ist subjektiv) gut war auf jeden fall die starke präsenz der aids-hilfe und auch die vermittelte message, die nicht holzhammermäßig proklamiert wurde, sondern eingebettet in einen (erneuten) apell an die eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen. ein spruch wie 'homophobie ist heilbar - aids ist es nicht' ist sehr treffend, plakativ, aber er bringt es auf den punkt.
freue mich und bin gespannt aufs nächste jahr und hoffe, dass die politische ausrichtung so bestehen bleibt.
beste grüße
matthias
ps: etwas lästig fand ich die übermäßige präsenz politischer parteien, bzw. deren vertretern (auch wenn ich es sinnvoll und begrüßungswert finde, dass sich auch die parteien engagieren, solange es nicht in wahlwerbung und eigenbeweihräucherung ausartet). auf meinen unwillen, mit einem aufkleber auf meinem t-shirt wahlwerbung zu machen, indem ich ihn kurzerhand wieder abnahm mit dem etwas pampigen spruch an seinen kollegen "siehste, das ist immer das gleiche in leipzig" reagierte. das war unnötig, ich engangiere mich politisch auch ohne einer bestimmten partei anzugehören, wer seine partei in so einer form unterstützen möchte, kann das ja gerne tun, aber ich finde ein (ungefragtes!) anheften von wahlwerbung (denn das ist ein aufkleber mit einem parteilogo) an menschen fragwürdig. aber das nur am rande.
Kommentar von Die Musikerin | 18.07.2010
Hallo ihr lieben,
ich möchte mich bei euch recht herzlich für den fantstischen CSD 2010 bedanken.
Es war wunderbar euch erneut unterstützen zu dürfen.
Allerdings bin ich nicht Mandy (Singer/ Songwriterin) aus Berlin so wie es auch auf anderen Seiten steht, sondern mein Künstlername ist - Die Musikerin -
Ich freue mich schon auf viele weitere Jahre und den immer mehr wachsenden CSD in Leipzig!
viele liebe Grüße aus Berlin
Die Musikerin ;)
Kommentar von Sven | 21.07.2010
ich möchte mich bei euch recht herzlich für den fantstischen CSD 2010 bedanken.Das war ein geiler Abend macht weiter so sven aus schkeuditz