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Mittelkürzungen bedrohen Leipziger AIDS-Hilfe
27.04.2010 16:26 (Kommentare: 0)
Pressemitteilung vom 20.04.2010 des AIDS-Hilfe Leipzig e.V.
Seit nunmehr zwanzig Jahren arbeitet die AIDS-Hilfe Leipzig e. V. als zuverlässige und kompetente Beratungsstelle in Sachen HIV und AIDS in Leipzig und für die Landesdirektion Leipzig. In den vergangenen Jahren wurden unsere Leistungsangebote von Stadt und Land hochgeschätzt und auch gefördert. Nun ist erstmalig auch die Arbeit der AIDS-Hilfe Leipzig von erheblichen Mittelkürzungen betroffen. Wenn die Kürzungen sich fortsetzen sehen wir die weitere lückenlose Abdeckung der Bereiche Beratung, Betreuung und Prävention der Beratungsstelle der AIDS-Hilfe Leipzig in Gefahr. Mit Sorge erfüllt uns, dass die Mitarbeiterinnen in den Gesundheitsämtern in den Landkreisen in den zurückliegenden Jahren berichteten, dass sie durch Übernahme anderer Aufgaben immer weniger Zeit für den Bereich HIV / AIDS zur Verfügung haben.
Obwohl Stadt und Land eine funktionierende Beratungsstelle als Kernpunkt der effektiven HIV/AIDS-Prävention sehen, werden trotzdem in diesem Bereich finanzielle Minderzuschüsse umgesetzt. In Zahlen heißt das konkret, dass die Stadt Leipzig die Mittel für die AIDS-Hilfe um 4 % kürzt und das Land Sachsen um 10 %. Obendrein können die beantragten Projektmittel in Höhe von 11.300 Euro aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht ausgereicht werden. Insgesamt beläuft sich daher die Kürzung für den Haushalt der AIDS-Hilfe Leipzig 2010 auf ca. 25.000 Euro. Die angekündigten weiteren Einsparungen im Doppelhaushalt 2011/2012 werden auf jeden Fall massive Einschnitte in die Angebotspalette der AIDS-Hilfe Leipzig nach sich ziehen.
„Liebe schenken – Liebe schützen“, so der Kernsatz der Leipziger AIDS-Hilfe, wird auch durch starkes bürgerschaftliches Engagement der ca. 65 Ehrenamtler der AHL in die jeweilige Zielgruppe transportiert. „Leider ist dieser Bereich unserer Arbeit massiv von den Mittelkürzungen durch Stadt und Land betroffen“, so Dr. Werner Stuber, Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Leipzig. Die Präventionsprojekte der Beratungsstelle können aufgrund der Kürzungen in diesem Jahr geplante Flyer und Aktionen nicht in die Tat umsetzen.
Weitere Einschränkungen im Bereich der Prävention werden folgen. „Auch wenn wir den Bedarf in allen Zielgruppen sehen, so werden wir unsere Einsätze zurückfahren müssen. Wir schicken keinen Ratsuchenden weg, aber die Kürzungen werden sich auch spürbar auf unsere Angebote auswirken“, so Dr. Stuber weiter.
Ob die Mitteleinsparungen im Bereich der Gesundheitsförderung und HIV-Aufklärung wirklich langfristig Geld sparen, wird uns die Zukunft zeigen. Die Stadt Leipzig und das Land Sachsen tun sich auf lange Sicht sicher keinen Gefallen damit. Die bisher niedrigen HIV-Neuinfektionszahlen sind auch auf kontinuierliche Prävention zurückzuführen. Eine konsequente und qualifizierte Umsetzung von HIV-Aufklärung braucht aber auch zukünftig Geld.
AIDS-Hilfe Leipzig e.V., Ossietzkystr. 18, 04347 Leipzig
Tel.: (0341) 2 32 31 26, Fax: (0341) 2 33 39 68
Durchwahl: (0341) 23 15 98 87
Beratungstelefon: (0700 44533 341)
E-Mail (direkt): sandra.goedicke@leipzig.aidshilfe.de






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