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CSD fordert Grundrecht auf Gleichberechtigung
30.06.2009 10:32 von Dirk Bockelmann (Kommentare: 0)
Dank an Oberbürgermeister Jung für seine Unterstützung!
Unsere Verfassung muss endlich auch Lesben, Schwulen, Transgendern und intersexuellen Menschen die gleichen Rechte garantieren. In seinem diesjährigen politischen Aufruf fordert der CSD in Leipzig eine Ergänzung des Gleichheitsartikels des Grundgesetzes um das Merkmal "sexuelle Identität". In einem erweiterten Artikel 3 Absatz 3 GG soll es in Zukunft auch heißen: "Niemand darf wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden." Was auf europäischer Ebene schon Standard ist, denn die EU-Grundrechtecharta enthält bereits ein Verbot der Benachteiligung aufgrund der sexuellen Orientierung, sollte auch im deutschen Grundgesetz möglich sein.
Das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes wurde 1948 als Schlussfolgerung aus der Verfolgungsgeschichte der Nazizeit geschaffen. Es verbietet jegliche Benachteiligung wegen des Geschlechts, der Abstammung, der Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, des Glaubens und der politischen oder religiösen Überzeugung, seit 1994 auch wegen einer Behinderung. Die sexuelle Identität der Menschen genießt diesen Schutz dagegen bis heute nicht.
Die Kampagne "Für eine Ergänzung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz" des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) hat schon viele prominente UnterstützerInnen gefunden, so auch der Leipziger Oberbürgermeister Jung, worüber sich das Leipziger CSD-Team sehr erfreut zeigt. "Die Unterstützung dieser Kampagne durch unseren OBM gibt uns die Hoffnung, dass wir ihn im nächsten Jahr endlich etwas stärker in den CSD einbeziehen können." meint Dirk Bockelmann, Pressesprecher des CSD in Leipzig.
Die Leipziger CSD-Woche findet in diesem Jahr vom 4. bis zum 12. Juli statt und steht unter dem Motto: "Homophobie ist heilbar!". Wie immer gibt es beim CSD ein buntes Programm aus politischen und kulturellen Veranstaltungen sowie einzigartigen Parties.
Höhepunkt der Leipziger CSD-Woche ist die große "CSD-Demonstration" am 11.7. mit Treffpunkt ab 13 Uhr auf dem Nikolaikirchhof, auf dem sich die LesBiSchwulen Vereine, Parteien, Initiativen und andere Leipziger Institutionen vorstellen.
Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport wird als Schirmherr des diesjährigen CSD in Leipzig um 14 Uhr die Demonstration offiziell eröffnen. Als weitere politische Gäste werden Monika Lazar, Barbara Höll, Gernot Borriss, Holger Krahmer, Constanze Krehl, Gisela Kallenbach und Michael Weichert erwartet.
Vom Nikolaikirchhof aus geht die Demo dann gegen 15 Uhr "queer" durch die Leipziger Innenstadt mit Stationen auf dem Markt, der Moritzbastei und dem neuen Rathaus, wo die Regenbogenflagge erstmals offiziell "vor" dem Rathaus und nicht wie in den vergangenen Jahren nur „dahinter" gehisst wird.
Am Endpunkt der Demo am Eingang der Münzgasse startet gegen 16:30 Uhr ein "Bunter Demoausklang", ein buntes Kulturprogramm. Unter der Leitung von "WIWA-Show" - dem beliebten Comedyduo aus Leipzig präsentieren sich u.a. Miss Chantal vom Dresdner Revue Theater Carte Blanche, "DAS KLEINE MISTSTÜCK" - Die Rosenstolz Show mit Vivien und Sachsendiva Katrin Troendle und Bert Callenbach mit Ausschnitten aus ihrem neusten Programm "Freikörperkultur".
Direkt im Anschluss beginnt ab 22:00 Uhr der "Prideball", die Megaparty im Spiegelzelt in der Kongresshalle am Zoo, zu der jährlich über 1.300 Gäste aus allen Himmelsrichtungen pilgern.






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