Demo-Besucherzahlen nahezu verdoppelt
11.07.2009 22:40 von Dirk Bockelmann (0 Kommentare)
Was sich schon während der CSD-Woche in Leipzig andeutete, hat auch die abschließende Demo bestätigt. Das diesjährige CSD-Motto „Homophobie ist heilbar" scheint den Nerv der Community voll getroffen haben. Rund 2000 Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und deren Freunde zogen in einem bunten Zug mitten durch die Leipziger Einkaufsstraßen und erregten Aufmerksamkeit wie nie zuvor. Unterstützt wurden Sie erstmalig von einem großen Partytruck, der in diesem Jahr von der Deutschen AIDS-Hilfe gestellt wurde, die dort auf ihre "Ich weiss, was ich tu" - Kampagne aufmerksam machte (s. www.iwwit.de).
In Stimmung gebracht wurden die TeilnehmerInnen durch kämpferische Reden der anwesenden Politiker. Allen voran appellierte CSD-Schirmherr Bürgermeister Heiko Rosenthal, Homophobie in allen Teilen der Gesellschaft zu ächten und versprach sich in Leipzig speziell um den Sportbereich zu kümmern, in dem Vorurteile und diskriminierende Äußerungen leider immer noch viel zu häufig vorkommen.
Auch die mit vielen Ständen auf dem Nikolaikirchhof vertretenen Gruppen und Initiativen freuten sich über reges Interesse bei den Besuchern. Dirk Bockelmann, Pressesprecher des CSD: „Wir waren zunächst unsicher, ob unsere stärkere Ausrichtung des CSD auf inhaltliche Forderungen bei der Community ankommt. Nun haben sich die Besucherzahlen im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppelt, was zeigt, dass das Bewusstsein für gesellschaftliche Veränderungen da ist. Die Erfolge bei der rechtlichen Gleichstellung dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen und Transgender immer noch stark ausgeprägt sind. Hoffentlich hat unsere Plakatkampagne gegen Homophobie ein wenig geholfen, diese Vorurteile abzulegen".
Während der Demo richtete der zukünftige Stadtrat Marco Götze, als schon langjährig erprobter CSD-Demo-Animateur, sich immer wieder mit frechen und aufklärenden Sprüchen an das staunende Publikum am Wegesrand, wobei einige seiner Aufforderung sich dem Zug anzuschließen, spontan nachkamen.
Auch wenn das anschließende Kulturprogramm in der Münzgasse leider aufgrund starker Regengüsse stark beeinträchtigt wurde, so ließen sich trotzdem ein Großteil der Besucher nicht vergraulen und genossen bis in den späten Abend hinein ein buntes Kulturprogramm aus Travestie, Kleinkunst und verschiedenen Showeinlagen.







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