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Pressemitteilung vom 04.07.2011
08.07.2011 16:06 von Ralf Große (Kommentare: 0)
CSD Leipzig fordert: „Gender- und
Sexualpädagogik muss eine größere Beachtung in der Hochschul- und
Bildungspolitik zugewiesen werden!“
Nach einem fulminanten Start in den Christopher-Street-Day in Leipzig am
vergangenen Samstag in der Frauenkultur, wird das vielfältige
Veranstaltungsprogramm fortgesetzt.
Dabei macht der CSD Leipzig deutlich, dass für die Leipziger Community
die politische Botschaft und die selbstbewusst vorgetragenen Forderungen
im Fokus stehen.
Homophobie und Hass gegenüber Schwulen, Lesben und Transgender sind
immer noch gesellschaftliche Realität. Eine mögliche Ursache ist die
generelle Angst des Menschen vor Fremdem und Unbekanntem und die
Abneigung gegenüber Ansichten, Neigungen und Handlungen, die nicht den
eigenen entsprechen. Homosexualität gilt immer noch als krankhaft oder
pervers. Die Basiswissenschaften von Erziehung, Bildung, Hilfe und
Gesundheit haben dazu bisher kaum Professionswissen erarbeitet. Es
existieren kaum Kompetenzzentren für Sexualpädagogik und sexuelle Gewalt
an Universitäten. In der Lehramtsausbildung z.B. sind die
Fachwissenschaften und ein pädagogisches Kerncurriculum ohne
sexualpädagogische Themen zentral. Die Folge ist eine fehlende
Handlungskompetenz im Umgang mit psychosozialen und psychosexuellen
emotionalen Themen im Erziehungs-, Bildungs-, und Gesundheitswesen.
Der CSD Leipzig fordert daher, dass Gender- und Sexualpädagogik in der
Hochschul- und Bildungspolitik eine größere Beachtung zugewiesen werden
muss!
Das Referat für Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Leipzig
widmet diesem Problemfeld am Dienstag, den 05.07.2011 20 Uhr im Neuen
Rathaus (Turmzimmer 495) eine eigene Veranstaltung.
Folgende Expertinnen und Experten aus Forschung und Lehre und dem
Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport diskutieren auf dem
Podium.
Dr. med. Eva Klatte
Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe
Klemens Ketelhut, M.A.
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät III -Erziehungswissenschaften, Institut für
Pädagogik
Daniel Diegmann, M.A.
Gleichstellungsbeauftragter Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Universität Leipzig
Thea Wende, M.A.
Beratungszentrum RosaLinde e.V.
Kultusministerium Lehreraus- und -fortbildung, Durchführung der
Lehramtsprüfungen
angefragt
Alle Interessierten sind zur Teilnahme recht herzlich eingeladen.





