Aktuell:
Bildung und Erziehung zum Abbau von Homophobie
Liebe Freunde und Symphatisanten!
Schwule Sau nach ist wie vor das häufigste Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen
- Trotz schwuler Bürgermeister in Berlin und Hamburg sind die deutsche Schulen weit davon entfernt, die sexuelle Selbstbestimmung jedes Einzelnen zu achten.
- Auffällig ist wie wenig Schülerinnen und Schüler über diese Thematik wissen
- diese Unwissenheit erzeugt Angst und Vorurteile
- das macht die Schule zu einem homophoben Ort und ein Coming Out in vielen Fällen sehr schwierig
- die Betroffenen machen sich durch ein Coming Out zur Zielscheibe für Diskriminierung und Ausgrenzung
- das kann zu erheblichen Belastungen führen wie:
psychosomatischen Störungen/ Krankheiten, Drogenmissbrauch, Schwierigkeiten bei d. Integration in soziale Netzwerke und Brüchigkeiten in d. Bildungslaufbahn und der Beruflichen Integration - wenn man sich vor Augen hält, dass 5% der Heranwachsenden sich als homo- und noch eine höhere Anzahl als bisexuell empfinden – das sind durchschnittlich mindestens 2 Schüler pro Klasse
das ist eine beachtliche Zahl - ca. 50% versuchen ihre Gefühle zu unterdrücken, insbesondere Mädchen
- Suizidgefährdung ist viermal so hoch wie bei heterosexuellen Schülerinnen und Schülern
- Jugendliche wachsen in auf Heterosexualität festgelegten Sozialisations- und Erziehungsräumen auf in einer somit homophoben Umwelt
das bedeutet: sie sind der aktiven und passiven Ausgrenzung der drei wichtigsten sozialen Bezugssystemen ausgesetzt: Familie, Freundeskreis und Schule - Ich will jetzt aber deutlich machen:
Homosexualität ist kein Hobby !
Man entscheidet sich nicht dafür homosexuell zu werden, man ist es!
Lehrkräfte reagieren wenig oder gar nicht auf Diskriminierung in den Klassen
sie wissen oft gar nicht wie!, weil sie selbst schlecht Aufgeklärt sind oder „Vielfältige Lebensweisen“ innerhalb ihrer Ausbildung kaum thematisiert wurden.
- im Schulgesetz des Freistaats Sachsen §36 Familien- und Sexualerziehung steht: „ Unbeschadet des natürlichen Erziehungsrechts der Eltern gehört Familien- und Sexualerziehung zur Aufgabe der Schule.(...)
- Die Sexualerziehung soll für die unterschiedlichen Wertvorstellungen auf diesem Gebiet offen sein.(...)“
die tatsächliche Umsetzung sieht leider oft anders aus - in vielen Schulen ist die Aufklärung über vielfältige Lebensweisen nach wie vor ein Tabuthema
- die Bewältigung des Coming Outs bedeutet in den meisten Fällen Wohlbefinden für die „Betroffenen“, da ihnen möglich ist zu sich selbst zu stehen- und enormer Abbau von psychischem Druck
- Wichtig! Möglichkeit schaffen, um sich finden und entfalten zu können
- je mehr sachliche Informationen über Homosexualität vorhanden ist, desto weniger fruchten Vorurteile und desto geringer ist die Entwicklung von Gewaltbereitschaft!
An die Lehrkräfte -> Handlungsmöglichkeiten:
- Verwendet von Formulierungen, die vielfältige Lebensweise nicht ausgrenzen!
- Mischt euch ein, wenn diskriminierende Äußerungen über Homosexuelle gemacht werden, nehmt es nicht einfach hin!
- Informiert euch über örtliche Einrichtungen für Schwule, Lesben Bisexuelle und Transgender!
- Greift gezielt Themen auf die sich auf Schwule und Lesben beziehen!
- Signalisiert eine offene und akzeptierende Haltung gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern!
- Achtet darauf, dass ihr Lebisch- und Schwulsein nicht als Problem, sondern als eine Lebensform neben vielen anderen gleichbedeutend darstellt!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!
Redemanuskript von Thea Wende (Sozialarbeiterin RosaLinde e.V.)







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