CSD Leipzig goes PODCAST!

Wir wollen euch in unserem Podcast den CSD Leipzig vorstellen. Wer sind die Macher*innen, die jedes Jahr den CSD Leipzig und die Programmwoche gestalten? Wie sieht die queere Szene in Leipzig aus? Außerdem soll unser Podcast auch eine Möglichkeit sein, mit der Community ins Gespräch zu kommen. „Inside CSD Leipzig – der Podcast“ erscheint monatlich. Wenn ihr Fragen, Kritik, Wünsche oder Themenvorschläge habt, meldet euch gern per E-Mail bei uns: podcast@csd-leipzig.de

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Updates: Corona

Aus aktuellem Anlass ein kurzes Update:

(09.05.2020)

Angesichts der derzeitigen Maßnahmen zum Infektionsschutz kann der #CSDLeipzig nicht wie ursprünglich geplant stattfinden. Als Organisationsteam haben wir uns entschieden, dass wir den CSD im Juli weder komplett absagen, noch in den Herbst verschieben möchten. Gegen eine Verschiebung spricht insbesondere die Unklarheit, ob tatsächlich ab dem 01. September wieder Großveranstaltungen möglich wären. Dies ist ein planerisches Risiko, welches wir nicht eingehen können. Eine komplette Absage für 2020 scheidet für uns jedoch kategorisch aus. Das Einstehen für queere Rechte ist insbesondere in der heutigen Zeit unverzichtbar. Die aktuellen Entwicklungen in Polen und Ungarn belegen dies eindeutig. Daher erarbeiten wir in den nächsten Tagen und Wochen ein Alternativkonzept für den 18. Juli 2020 bestehend aus Online-Aktionen und Maßnahmen zur queeren Sichtbarkeit in unserer Stadt.

Die Programmwoche vom 10. Juli bis 18. Juli 2020 wird wie gewohnt und im Einklang mit den zu dieser Zeit geltenden Hygienevorschriften stattfinden. Die Anmeldefrist für Veranstaltungen ist nunmehr der 22. Mai 2020. Alle Infos zur Anmeldung einer Veranstaltung sind auf unserer Webseite https://www.csd-leipzig.de/veranstaltung-anmelden/ zu finden.

Für die Durchführung des CSD Leipzig ist dieses Jahr Eure finanzielle Unterstützung wichtiger denn je. Aufgrund des geänderten Konzepts werden uns wichtige Kooperationspartner*innen und Sponsor*innen wegfallen. Der CSD Leipzig ist ein nicht-kommerzielles Projekt ohne wirtschaftlichen Gewinn. Wir sind allein auf Spenden angewiesen. Daher bitten wir um Eure Unterstützung! Alle Infos zur Spende findet Ihr unter: https://www.csd-leipzig.de/spenden/. Auch mit einem Einkauf in unserem Spreadshirt-Shop (https://shop.spreadshirt.de/CSDLeipzig/) unterstützt ihr den CSD.

Weitere Infos folgen in Kürze. Bleibt gesund!

(21.04.2020)
In den letzten Tagen haben uns zahlreiche Anfragen aus der Community erreicht.
Angesichts der neuen bzw. verlängerten Infektionsschutzmaßnahmen zur Corona-Bekämpfung steht für viele die Frage im Raum, wie es um den #CSDLeipzig2020 steht. Fest steht, dass die diesjährige CSD-Demonstration und das dazugehörige Straßenfest nicht wie gewohnt stattfinden kann.
Unser Organisationsteam diskutiert daher aktuell verschiedene Konzepte und berät sich in welcher Form ein CSD Leipzig unter den derzeit geltenden rechtlichen Bedingungen realisierbar ist.

Weitere und genauere Informationen folgen Anfang Mai.

Bleibt gesund.

(20.03.2020)
Die Programmwoche des CSD Leipzig vom 10. bis 18. Juli ist derzeit nicht von amtlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus betroffen. Sollten sich hierzu Änderungen ergeben werden wir euch dies umgehend mitteilen.

Bitte beachtet die Informationen des Gesundheitsministeriums zum Ansteckungsschutz, damit die Verbreitung schnell und effektiv gehemmt werden kann.

Foto: Photographie mimski

Stellungnahme des CSD Leipzig zu den LGBT-freien Zonen in Polen

Die rechtspolitische Wochenzeitung »Gazeta Polska« legte Anfang 2019 ihrer Ausgabe einen Aufkleber mit der Aufschrift »LGBT-freie Zone« bei – sprich frei von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender Personen – als Reaktion auf eine Initiative des liberalen Warschauer Bürgermeisters. Dieser wollte queere Lebensentwürfe in die Sexualkundelehrpläne örtlicher Schulen aufnehmen. Das Warschauer Bezirksgericht hat zwar im Juli 2019 die weitere Verbreitung der Aufkleber verboten, bis dahin hatten sich allerdings schon dutzende Gemeinden zu »LGBT-freien Zonen« erklärt, mit der Begründung, die LGBT-Ideologie bedrohe die christlichen Werte und die Integrität der polnischen Familie.

Rund 100 Lokalregierungen haben sich dieser Aktion inzwischen angeschlossen. Im Fokus steht dabei das vermeintliche Wohl der Kinder. Sexualkunde, insbesondere solche, die LGBT-Themen einbezieht, sei zu verurteilen. Gefordert werden der Entzug jeglicher Unterstützung für LGBT-freundliche Organisationen und die Einrichtung eines Meldesystems, bei dem Fälle der Verletzung von Familienrechten denunziert werden können.

Präsident Andrzej Duda verteidigt die Einrichtung der »LGBT-freien Zonen« mit einer beliebten Pseudodifferenzierung: Die Zonen richten sich nicht gegen Personen, sondern lediglich gegen eine übergeordnete Ideologie. Aber auch auf nationaler Ebene macht die Regierungspartei Prawo i Sprawiedliwość (kurz PiS) seit dem Europawahlkampf verstärkt Stimmung gegen queere Personen. PiS-Chef Jarosław Kaczyński betont oft, wie sehr vermeintliche Gender- und LGBT-Ideologien die polnische Identität bedrohen.

Im Dezember verurteilte das Europäische Parlament die Einrichtung von »LGBT-freien Zonen« und betonte, dass EU-Gelder nicht für diskriminierende Projekte verwendet werden dürften. Konkrete Maßnahmen sind jedoch nicht geplant. Einzelne Kommunen reagieren deutlicher: Die französische Kleinstadt Saint-Jean-de-Braye kündigte kürzlich ihre Städtepartnerschaft mit dem polnischen Tuchów auf. Deutsche Städte wie Weimar, Stendal und Paderborn prüfen Medienberichten zufolge derzeit, ob sie ihre Städtepartnerschaften in »LGBT-freien Zonen« aufrechterhalten wollen.

Die Leipziger Partnerstadt Krakow gehört nicht zu LGBT-freien Zonen, aber in einer Predigt zum Jahrestag des Warschauer Aufstands im August 2019 hatte der Krakauer Erzbischof gewarnt, Polen werde heute von einer „Regenbogen-Pest“ bedroht.

Die Predigt hatte große Aufmerksamkeit und Kritik erhalten, in Krakau und Warschau hatte es Kundgebungen gegen die Worte des Bischofs gegeben. Angesichts dieser Proteste hatte die Bischofskonferenz vor einem „Ideologischen Totalitarismus“ durch LGBTI-Aktivisten gewarnt und ihren Widerstand gegen eine „LGBTI-Ideologie“ und gegen Rechte für homo- und transsexuelle Personen bekräftigt.

Der CSD Leipzig fordert daher alle empathischen Menschen auf, Stellung gegen die hassschürende Ideologie in Polen zu beziehen und diese queerfeindlichen Missstände öffentlich zu machen. Des Weiteren bitten wir vorhandene Hilfestrukturen und die Community in Polen zu Unterstützen und sich solidarisch zu zeigen.

Layout-Wettbewerb 2020

Kreative Menschen gesucht!
Auch für den CSD Leipzig 2020 benötigen wir wieder ein Layout.

Einsendeschluss ist der 09.02.2020 um 24 Uhr Die*der von uns durch Abstimmung gewählte Gewinner*in erhält ein Honorar i.H.v. 500€.

Alle Teilnehmenden mit vollständiger Einsendung erhalten als kleines Dankeschön einen Gästelistenplatz für den Prideball, die große CSD-Abschlussparty.

Dein Layout kannst du einfach via Mail an orga@csd-leipzig.de schicken.

Die*Der Gestalter*in ist im Design vollkommen frei. Als thematischen Schwerpunkt in der Gestaltung sollte sich die Sichtbarkeit von queeren*1 Menschen im urbanen und ländlichen Raum sowie ihre Probleme ausdrücken. Das Motto für den CSD Leipzig 2020 lautet „(Un)sichtbar?!. Urheberrechtlich geschützte Inhalte Dritter als Teil des Layouts sind nach Möglichkeit bitte gering zu halten, da wir Extrakosten für Nutzungsrechte eher vermeiden bzw. wenn nicht anders möglich, zumindest gering halten wollen. Auf solche urheberrechtlich geschützten Inhalte Dritter muss bei Einreichung des Vorschlages hingewiesen werden. Einsendeschluss für Vorschläge ist der 09.02.2020 um 24:00 Uhr. Das CSD Plenum wählt aus allen Einsendungen anschließend einen Layout-Vorschlag unter Berücksichtigung der Kriterien (1. Gestaltung / 2. Innovation / 3. Politische Aussage) aus. Gegebenenfalls müssen nach der Wahl Anpassungen am Layout vorgenommen werden. Die*Der gewählte Gestalter*in erhält ein Honorar i.H.v. 500,00 €. Voraussetzung für den Erhalt des Auftrages ist neben der Wahl, dass dieder Gestalterin zum betreffenden Zeitraum (April bis Juni 2020) verfügbar ist und den Auftrag umsetzen kann. DerDie Gestalter*in kann bei der Wahl anwesend sein und den Vorschlag selbst vorstellen. Insofern dies nicht möglich ist, können, falls es erforderlich erscheint, kurze Erklärungen mitgeschickt werden, welche verlesen werden. Alle Teilnehmenden (mit vollständiger Einsendung) erhalten als kleines Dankeschön für die Teilnahme einen Gästelistenplatz für den Prideball, die CSD-Abschlussparty.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alle nötigen Informationen, sowie die Teilnahmebedingungen sind in der PDF zu finden, welche ihr hier herunterladen könnt:

Queer*1 ist ein Sammelbegriff für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Asexuelle, Trans*-, Inter*-
Geschlechtlichkeit und Identifizierungen jenseits der heterosexuellen Norm

Bild: cc – creative commons Lizenz „pencils“ copyright by Elle * https://www.flickr.com/photos/ellebeere/4605043024/ 

Demoroute 2019

Unsere Demoroute für den #CSDLeipzig 2019, 13.07. 14 – 16 Uhr. Dieses Jahr mit einem Demowagen dabei sind (Aufzählung wie Reihenfolge bei der Demo):

  • CSD Leipzig
  • devious Dragmaids
  • Rosalöwen
  • SPD
  • Diva and Friends
  • Die Tollkirschen
  • L Gruppe
  • die Linke
  • CSD Magdeburg
  • Bündnis 90/die Grünen
  • emanzipatorischer Block

Grußwort Botschafter*innen 2019

Liebe Gäste des Christopher Street Day Leipzig,

verehrte Unterstützer*innen von Vielfalt in Sachsen,

werte Menschen*.

50 Jahre ist es her, dass sich Dragqueens, schwarze Trans*frauen und Sexarbeiter*innen in der New Yorker Christopher Street gegen polizeiliche Repressionen und Willkür, ausufernden Hass und Gewalt zur Wehr setzen. „Stonewall“ war ein Aufstand, der die moderne queere Menschenrechtsbewegung mit Leben erfüllte. Die Wucht dieses Aufstands wirkt bis heute zum CSD Leipzig nach – Wir sind noch nicht fertig!

Denn vorurteilsmotivierte Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, trans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen ist auch 2019 in Sachsen noch immer ein Problem. Welche Ausmaße die Gewalt hat, wissen wir seit Juni dieses Jahres. Die erste Gewalterfahrungsstudie von LSBTTIQ* in Sachsen zeigt schwarz auf weiß: Diskriminierungserfahrungen und Gewalt sind Alltag, jedoch werden diese Übergriffe kaum bei der Polizei angezeigt, unter anderem auch deshalb, weil LSBTTIQ* eine erneute Diskriminierung durch Polizeibeamt*innen befürchten. Die sächsische Polizei muss jetzt aktiv werden und Maßnahmen ergreifen, um Vertrauen aufzubauen und die Anzeigebereitschaft von Opfern vorurteilsmotivierter Gewalt zu erhöhen!

In Sachsen setzen sich jeden Tag viele Menschen für die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein, führen Aufklärungsarbeit in Schulen oder Behörden durch, beraten in schwierigen Lebensphasen, tragen die Selbsthilfe und erweitern die kulturelle Landschaft. Sie betreiben aktive Gleichstellungsarbeit. Wenn am 01. September 2019 ein neuer Landtag in Sachsen gewählt wird, dann steht die Zukunft dieser Arbeit auf dem Spiel.

Als queerer Dachverband und stolze Botschafter*innen des diesjährigen CSD Leipzig gilt auch für uns: Wir sind noch nicht fertig! 2019 stehen unsere erkämpften Freiheiten, errungene Anerkennung und eingeforderte Teilhabe in Sachsen stärker denn je unter Druck. 50 Jahre nach den Stonewall Riots kommt es umso mehr auf Vertrauen, Verlässlichkeit und Solidarität in unseren Communities an. Unterstützt die queeren Vereine in Sachsen! Kämpfen wir gemeinsam wir für Respekt, Akzeptanz und Vielfalt in Sachsen – und in unseren Communities. Macht euch am 01.September 2019 stark für eine vielfältige Gesellschaft. Jede*r soll selbstbestimmt und unversehrt leben, frei von Gewalt, jederzeit und überall.

In diesem Sinne wünscht die LAG Queeres Netzwerk Sachsen allen Teilnehmenden und Besucher*innen einen kraftvollen, solidarischen und kämpferischen CSD Leipzig 2019.

Wir haben es in der Hand!