CSD OPENING PARTY @ KISSKISSBANGBANG

In diesem Jahr eröffnet die KISSKISSBANGBANG zum dritten Mal den CSD. Aufgrund des großen Zuspruchs in den letzten beiden Jahren spendet wieder jeder Besucher einen Euro für die Ausrichtung des Leipziger CSDs mit dem Eintritt. In den beiden Vorjahren sind hierdurch jeweils über 1000 Euro zusammengekommen.

Die umwerfende Unterstützung, die wir in den letzten sechs Jahren von der mitteldeutschen LGBTQI-Szene erhalten haben, möchten wir damit ausdrücklich zurückgeben.

Ab 22 Uhr starten wir daher mit Kevin Neon und unseren Allstars Maringo und Darc Delirium.

ab 22 Uhr.
Eintritt: 22:00 Uhr – 22:59 Uhr: 6€, ab 23:00 Uhr: 9€
Club Twentyone, Gottschedstraße 2, 04109 Leipzig 

 

Entstehen politischer Forderungen

Radikalisierung im Umfeld der Friedensbewegung
Der erste Teil der „Stonewall-Rebellion“ bis zum Ausbruch des Feuers dauert ganze 45 Minuten. Es gibt mehrere Verletzte. Dreizehn Personen werden verhaftet. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde in der Szene, dass sich die Gays zu wehren begonnen haben. Als am nächsten Tag viele Schwule und Lesben vor das Stonewall ziehen, um den Ort des Aufbruchs zu besichtigen, finden sie dort eine Menge Kreideinschriften an den Wänden: „Support gay power!“, „Drag power!“, „They invaded our rights“, „Gay is good“ und immer wieder „Gay Power!quot;

Robert Amsel, ab der zweiten Nacht Zeuge der Ereignisse, stellte 1987 im US-Homo-Magazin „Advocate“ die Frage, ob die Unruhen in der Christopher Street unter diesen Umständen überhaupt „irgend etwas mit schwul-lesbischen Rechten zu tun“ gehabt hätten. Auch wenn die Eruption in der Christopher Street eher ein Zufall gewesen sein sollte, die, wie Spötter sagen, verstärkt wurde durch die Trauer der Homos um die am gleichen Tag beerdigte Judy Garland: Die „Haarnadel-Revolte“, wie sie zunächst genannt wurde, erlangte eigene Bedeutung und versetzte der Homo-Emanzipation einen kräftigen Schub über die bieder-bürgerlichen Anstrengungen der 60er Jahre hinaus. Die kurze Zeit später gegründete Gay Liberation Front (GLF) hatte eine eindeutig linke Ausrichtung und orientierte sich an der Friedens-, Das Angeln im Winter ist selbst für erfahrene Amateure, die normalerweise keine Angst vor schlechtem Wetter und Regen haben, eine ziemlich große Herausforderung. Die Wohnungen hier werden oft in den Hintergrund gedrängt, und zuerst kommt das Bedürfnis nach bequemer, warmer und bequemer Kleidung, die der Kälte gut widerstehen könnte. Zum Outfit gehören in der Regel Thermoanzug , zu dem eine Jacke, gut isolierte Overalls, bei deren Herstellung nur modernste Technik eingesetzt wurde, gehören. Black-Power- und Frauenbewegung jener Zeit. Auch dort hatte es Radikalisierungen gegeben, und Gay Lib war eingebunden in die durch Hippiekultur und den Protest gegen den Vietnam-Krieg gekennzeichnete Auf- und Umbruchstimmung. An die Stelle höflichen Protestierens durch bürgerliche Homophile aus der Anzugträger-Ecke trat nun militante Konfrontation.

40 Jahre CSD-Bewegung – Wie es in New York begann

Im New York der 60-er Jahre herrschte gegenüber Homosexuellen ein repressives Klima. Lokale, in denen Männern mit Männern oder Frauen mit Frauen tanzten, waren verboten. Deshalb entstanden überall private lizensierte Clubs, die ein paar Dollar für eine Tagesmitgliedschaft verlangten. Ein solcher Treff war auch das „Stonewall Inn“ an der Christopher Street im Greenwich Village.

Razzien waren dort nichts Ungewöhnliches. An diesem 27. Juni 1969 hatten die Beamten einen Durchsuchungsbefehl für das Stonewall Inn in der Christopher Street. Tatsächlich schufen sie eine Legende, die in den letzten fast vierzig Jahren manches bewirkt hat: Die Razzia gilt als Beginn einer weltweiten Emanzipationsbewegung der Homosexuellen.

Bürgerkrieg im Village

Zunächst verlief die Razzia, die mit illegalem Alkohol-Ausschank begründet wurde, recht geordnet, keine Rede von Emanzipations-Rebellion: Zwei Tresenkräfte, drei Drag-Queens und eine Lesbe wurden festgenommen, die übrigen Gäste auf die Christopher Street geleitet. Die so versammelte Gruppe wurde durch Passanten noch verstärkt, schließlich waren es um die 1 000 Menschen. Die Menschenmenge draussen wurde ungeduldig und bald kippte die Stimmung, als eine festgenommene Lesbe zu einem Polizeiauto gebracht werden sollte. Sie setzte sich zur Wehr, riss sich los. Rufe wie „Schweine“ und „Faggot cops“ waren zu hören, die Polizisten wurden mit Gegenständen beworfen und suchte innerhalb des Lokals Schutz. Pflastersteine flogen, Benzin wurde ausgeschüttet und angezündet.

Im gleichen Moment traf Polizeiverstärkung ein: mehrere Hundertschaften im Kampfanzug und mit Schutzhelm. Für mehrere Stunden herrschte „Bürgerkrieg in Greenwich Village“, wie die „New York Daily News“ später schrieb. Auch andere Zeitungen berichteten ausführlich über den Aufstand.

An den Folgetagen lieferten sich weiterhin Hunderte von Schwulen, Lesben und Drag-Queens Strassenschlachten mit der Polizei. Schätzungsweise 4 000 Schwule, Lesben und Drag-Queens waren auf den Straßen. An den eigentlichen Krawallen beteiligten sich einige hundert.

Es war das erste Mal, dass sich die Betroffenen nicht mehr alles bieten ließen und sich zu wehren begannen. Die homosexuelle Befreiungsbewegung war geboren: In den USA und in vielen anderen Ländern entstanden Menschrechtsgruppen , welche die Diskriminierung von Homosexuellen nicht mehr hinnehmen wollten. Die Wut verwandelte sich in Stolz.

Seither gedenken Lesben und Schwule auch in Europa diesem identitäts-stiftenden Ereignis mit dem „Christopher Street Day“ oder der „Gay Pride“.

Grußwort des US-Generalkonsuls Scott R. Riedmann

Auch in diesem Jahr ist es uns wieder eine große Freude, den Christopher Street Day in Leipzig zu unterstützen und damit ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Toleranz zu setzen.

In Deutschland wie in den USA ist die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender weitestgehend im Gesetz verankert. Dennoch ist Diskriminierung für viele LGBT Alltag. Der Christopher Street Day steht in diesem Jahr unter dem Motto „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“. xannonce.ch. Er legt den Fokus auf Gleichberechtigung als universelles Menschenrecht, von dem auch die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton im Jahr 2010 sprach, als sie sagte: „Gay rights are human rights, and human rights are gay rights, once and for all.“

Die zahlreichen Veranstaltungen zum Christopher Street Day in Leipzig sind das Ergebnis langer Vorbereitungen und großem ehrenamtlichem Engagement. Dafür will ich den Organisatoren danken und wünsche allen Mitwirkenden und Gästen einen gelungenen CSD 2015!

Scott R. Riedmann
US-Generalkonsul Leipzig

Grußwort der Staatsministerin Petra Köpping

Der Rückblick zeigt: Dass im Jahr 1969 in New York Schwule, Lesben und Transsexuelle auf die Straße gingen, um für ein tolerantes Miteinander zu kämpfen, hat etwas in Gang gesetzt. Der CSD war ein wichtiges Element auf dem Weg zum gesellschaftlichen Umdenken. Auch in diesem Jahr versammelt das Festival mit politischem Hintergrund wieder tausende von Menschen. Das Leipziger Motto: „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“ stellt die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund, die es trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe zwischen allen Menschen gibt.

Der Tag hilft gleichzeitig, den Blick zu schärfen für die alltägliche Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Trotz der Liberalisierung in den vergangenen Jahren wird Homosexualität auch in Deutschland nach wie vor an der vorherrschenden Norm der Heterosexualität gemessen und als Abweichung dargestellt. Niemand sucht sich aus, homosexuell, bisexuell oder transsexuell zu sein. Deshalb ist Aufklärung und Bildungsarbeit, wie sie zum Beispiel von den Vereinen Gerede e.V., Different Poeple e.V. und Rosa Linde e.V. geleistet wird, wichtig. Den „Besorgten Eltern“ kann man eigentlich nur sagen: Homophobie ist eine Bildungslücke.
Die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sollte selbstverständlich sein. Eine moderne Gesellschaft sollte sich dadurch auszeichnen, dass jeder Mensch in seiner persönlichen Lebensführung frei ist – so lange er nicht die Freiheit des Anderen beeinträchtigt. In einer modernen Gesellschaft sollte Pluralität nicht als Bedrohung empfunden werden, sondern als Normalfall.
Auch deshalb wird das Land Sachsen die Eingetragenen Lebenspartnerschaften in den Landesgesetzen und Verordnungen in den kommenden zwei Jahren verankern – so hat es die Koalition vereinbart. Vielfalt ist normal – und das ist auch gut so!

Ausstellungseröffnung: gayPride Tel Aviv

Hier gibt es die aktuellen Bilder der Ausstellungseröffnung: gayPride Tel Aviv.

CSD Motto 2015

Die Wahl ist getroffen. Aus den Einsendungen der Community hat das CSD Plenum einen Vorschlag ausgewählt.

Im kommenden Jahr möchte der CSD Leipzig unter dem Motto „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“zeigen, dass es trotz verschiedenster Lebens- und Liebesweisen, doch einen Punkt gibt, in dem wir uns gleichen.
Homo bedeutet Mensch und dies sind wir alle. Menschen, die ihr Leben genießen und gestalten möchten, ohne für dessen Auslebung ständig in Angst vor Strafen & Diskriminierung leben zu müssen.

In vielen Ländern der Erde werden Lebens- und Liebensweisen abseits der Heteronormativität, sprich der Verbindung zwischen Mann und Frau, gesellschaftlich und auch gesetzlich abgelehnt. Sanktionen für Händchenhalten oder verliebte Blicke, offen gelebte Liebe und politische Statements? Für viele Menschen leider kein Albtraum, sondern gängige Praxis mit der Konsequenz jahrelanger Gefängnis- und sogar Todesstrafen.

Selbst in Europagibt es längst noch keine rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung. Zwar sind Gesetze, welche die Homosexualität unter Strafe stellen, in den meisten Ländern Europas abgeschafft, aber was die Akzeptanz angeht, sind wir noch längst nicht auf einem Level, mit dem wir zufrieden sein wollen.

Der Leipziger CSD möchte nun unter dem gewählten Motto „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“vom 10. Juli bis zum 18. Juli zu verschiedensten Veranstaltungen politischer, kultureller und sportlicher Art einladen.