Grußwort des US-Generalkonsuls Scott R. Riedmann

Auch in diesem Jahr ist es uns wieder eine große Freude, den Christopher Street Day in Leipzig zu unterstützen und damit ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Toleranz zu setzen.

In Deutschland wie in den USA ist die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender weitestgehend im Gesetz verankert. Dennoch ist Diskriminierung für viele LGBT Alltag. Der Christopher Street Day steht in diesem Jahr unter dem Motto „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“. Er legt den Fokus auf Gleichberechtigung als universelles Menschenrecht, von dem auch die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton im Jahr 2010 sprach, als sie sagte: „Gay rights are human rights, and human rights are gay rights, once and for all.“

Die zahlreichen Veranstaltungen zum Christopher Street Day in Leipzig sind das Ergebnis langer Vorbereitungen und großem ehrenamtlichem Engagement. Dafür will ich den Organisatoren danken und wünsche allen Mitwirkenden und Gästen einen gelungenen CSD 2015!

Scott R. Riedmann
US-Generalkonsul Leipzig

Grußwort der Staatsministerin Petra Köpping

Der Rückblick zeigt: Dass im Jahr 1969 in New York Schwule, Lesben und Transsexuelle auf die Straße gingen, um für ein tolerantes Miteinander zu kämpfen, hat etwas in Gang gesetzt. Der CSD war ein wichtiges Element auf dem Weg zum gesellschaftlichen Umdenken. Auch in diesem Jahr versammelt das Festival mit politischem Hintergrund wieder tausende von Menschen. Das Leipziger Motto: „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“ stellt die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund, die es trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe zwischen allen Menschen gibt.

Der Tag hilft gleichzeitig, den Blick zu schärfen für die alltägliche Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Trotz der Liberalisierung in den vergangenen Jahren wird Homosexualität auch in Deutschland nach wie vor an der vorherrschenden Norm der Heterosexualität gemessen und als Abweichung dargestellt. Niemand sucht sich aus, homosexuell, bisexuell oder transsexuell zu sein. Deshalb ist Aufklärung und Bildungsarbeit, wie sie zum Beispiel von den Vereinen Gerede e.V., Different Poeple e.V. und Rosa Linde e.V. geleistet wird, wichtig. Den „Besorgten Eltern“ kann man eigentlich nur sagen: Homophobie ist eine Bildungslücke.
Die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sollte selbstverständlich sein. Eine moderne Gesellschaft sollte sich dadurch auszeichnen, dass jeder Mensch in seiner persönlichen Lebensführung frei ist – so lange er nicht die Freiheit des Anderen beeinträchtigt. In einer modernen Gesellschaft sollte Pluralität nicht als Bedrohung empfunden werden, sondern als Normalfall.
Auch deshalb wird das Land Sachsen die Eingetragenen Lebenspartnerschaften in den Landesgesetzen und Verordnungen in den kommenden zwei Jahren verankern – so hat es die Koalition vereinbart. Vielfalt ist normal – und das ist auch gut so!

Grußwort zum CSD 2014

TetaMoehs_official“Liebe hat kein Label” – unter diesem Motto versammeln sich auch in diesem Jahr wieder viele Menschen am Christopher Street Day, die ein klares Statement für Toleranz setzen wollen.  Mit der diesjährigen Programmwoche feiern wir die Bewegung und alle Männer und Frauen, die den Mut haben für Freiheit und Gleichheit voranzuschreiten, und sich mit Projekten in und um Leipzig engagieren.

Die Vereinigten Staaten von Amerika setzen sich nicht nur für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender ein.  Sie engagieren sich in globalen Foren wie der OECD auch für ihre ökonomischen Rechte, denn jeder verdient die gleiche Chance, sich im Leben und Beruf verwirklichen zu können.

US-Außenminister John Kerry sagte im Rahmen des Pride Month im Juni letzten Jahres: “No matter where you are and no matter whom you love, we stand with you”.  In diesem Sinne setzen wir gemeinsam erneut ein Zeichen für Freiheit und Gleichheit aller Menschen, gegen Diskriminierung, auf dass diese Werte zur Selbstverständlichkeit in allen Teilen der Welt werden mögen.

Teta M. Moehs, Amtierende Leiterin des US-Generalkonsulats Leipzig

Grußwort des US-Generalkonsuls Mark J. Powell zum CSD 2013

US Generalkonsulat LeipzigHier in Leipzig und überall in Deutschland ist Gleichberechtigung im Gesetz verankert. Mit Aktionen, Projekten und ihrer täglichen Arbeit leisten Vereine und Verbände einen sehr wichtigen Beitrag für mehr Toleranz und Diversität. In einer demokratischen Gesellschaft stehen die Anerkennung und  Unterstützung der Menschenrechte im Vordergrund.  Es geht darum, sich unabhängig vom jeweiligen Lebensentwurf für alle Menschen einzusetzen.

Die diesjährige Programmwoche des Christopher Street Day Leipzig wirft ein Licht auf die vielen Projekte, die sonst vielleicht unbemerkt an der Öffentlichkeit vorbeigehen würden. Wir zollen all jenen unseren Respekt, die sich für die Würde des Menschen einsetzen.

Mark J. Powell

Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Leipzig

Grußwort des US-Generalkonsuls Mark J. Powell zum CSD 2012

US Generalkonsulat Leipzig“Die Rechte von Homosexuellen sind Menschenrechte, und Menschenrechte sind die Rechte von Homosexuellen, dies gilt jetzt und für immer.”

(US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton im Juni 2010 in Washington, D.C.)

Die Menschenrechte sind unantastbar und universell; sie gehören zum Grundrecht aller Menschen. Zum Internationalen Tag der Menschenrechte 2011 wies Präsident Obama die US-amerikanischen diplomatischen Vertretungen an, sich für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen einzusetzen. Außenministerin Hillary Clinton hatte zuvor die Richtlinie der Regierung so zusammengefasst: “Die Rechte von Homosexuellen sind Menschenrechte, und Menschenrechte sind die Rechte von Homosexuellen, dies gilt jetzt und für immer ”.

In Leipzig und ganz Deutschland sind die Menschenrechte im Gesetz, in der Gesellschaft und im Alltag verankert. Politiker diskutieren Diskriminierungen öffentlich. Mit Aktionen, Projekten und ihrer täglichen Beratungsarbeit leisten Vereine und Verbände einen wichtigen Beitrag für mehr Toleranz.

Die zahlreichen Veranstaltungen zum Christopher Street Day Leipzig sind ein Höhepunkt aller Anstregungen und werfen ein Licht auf die vielen Projekte, die sonst oft von der Öffentlichkeit unbemerkt bleiben. Wir zollen all jenen unseren Respekt, die sich um die Förderung der Rechte von Homosexuellen engagieren.

Seien Sie herzlich willkommen zum Christopher Street Day Leipzig 2012

unter dem Motto “Hinter dem Horizont gehts“  weiter”.

 

Mark J. Powell

Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Leipzig

Botschafter*innen des CSD Leipzig 2011

Als besonderes Novum präsentieren wir 2011 erstmals 3 bedeutende Personen aus den Bereichen Theologie, Politik und Sport, in denen das Thema Homophobie aktuell ist.

Tanja Walther-Ahrens

Pressefoto  tanja walther-ahrensVon vielen Seiten wird behauptet, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität im Sport ganz allgemein und im Fußball im Besonderen noch nicht angekommen ist. Da stellt sich Frage: Ist das tatsächlich so? Oder ist die gesellschaftliche Akzeptanz vielleicht gar nicht so hoch wie angenommen? Gibt es in der Politik nur eine Handvoll Schwule und gar keine Lesbe in den Führungsebenen? In den Medien gibt es homosexuelle KomikerInnen, eine lesbische Moderatorin und sonst? Wo sind die offen lesbisch und schwul lebenden ManagerInnen der Top Wirtschaftsunternehmen? Was ist mit all den Lesben und Schwulen, die sich nicht trauen, sich an ihrem Arbeitsplatz zu outen, weil sie befürchten, die Kollegen und Kolleginnen oder die Chefetage legen ihnen dann Steine in den Weg? Warum fällt es Homosexuellen auch im Jahr 2011 immer noch schwer sich im Familien- und Freundeskreis zu outen, wenn doch alle so tolerant sind?

Meiner Einschätzung nach ist die Situation von Homosexuellen im Sport nicht „schlimmer“ als im großen Rest der Gesellschaft. Sport und ganz besonders Fußball ist jedoch ein sehr prominenter Lebensbereich mit einem hohen Stellenwert. Daher ist es besonders wichtig, dass Lesben, Schwule und Trans im Sport sichtbar sind und die vielfältigen Formen der Homophobie, d.h. der Feindlichkeit und Diskriminierung gegenüber Homosexuellen, bewusst gemacht werden.

So lange Sponsoren und Medien sich gegenseitig außerhalb der Öffentlichkeit fragen „Warum um Himmels Willen macht ihr denn Frauenfußball. Die Lesben will doch keiner sehen!“ Und die Suche nach dem ersten schwulen Fußballer mehr einer Jagd als allem anderen gleicht, ist die Lösung auf keinen Fall die Fußballerinnen weiblicher zu machen und die Fußballer verstummen zu lassen. Fußball ist das liebste Spiel aller Deutschen, egal ob Mann ob Frau, ob Homo oder Hetero, es bietet sich also an, diese Wirkungskraft zu nutzen und sie auf andere Sportorganisationen und -arten auszudehnen.

Der im Mai 2011 ausgegebenen Devise der Fans des FC Sachsen Leipzig als Schriftzug auf T-Shirts: „Fußball bleibt homofrei!“ bleibt nur entgegen zu halten: Homophobie ist heilbar!!!!

In diesem Sinne wünsche ich einen politischen, bunten, vielfältigen, aufregenden und vor allem freudvollen CSD 2011!

Ihre Tanja Walther-Ahrens

Dr. David Berger

Berger_David_c_Hans_Scherhaufer_small„Homophobie ist heilbar“ ist auch in diesem Jahr wieder die Botschaft, die der Leipziger CSD zu seinem Motto gemacht hat. Dies scheint gerade in diesem Jahr besonders angebracht. Wird doch in wenigen Wochen unter dem fast ungeteilten Jubel vieler Politiker und einflussreicher Medien ein Papst in Deutschland zu einem Staatsbesuch erwartet, der alle seine Vorgänger im Hinblick auf die Homophobie im negativen Sinne weit überragt. Unter seiner Führung ist in der katholischen Kirche ein Klima der homophob motivierten Angst, Unterdrückung und Erpressung entstanden, das seinesgleichen in ganz Europa vergeblich sucht. Daher habe ich – gerade als schwuler katholischer Theologe – die Einladung gerne angenommen,  die Schirmherrschaft für diesen CSD  zu übernehmen.

Der Blick auf die katholische Kirche sollte uns allerdings nicht vergessen lassen, dass die Homophobie auch in anderen Bereichen immer noch wie selbstverständlich vor sich hinwuchert: Man denke nur an die muslimischen Hassprediger und die homophoben Übergiffe, die sie auslösen. Man denke an die gemäßigtere, aber nicht zu unterschätzende Homophobie im Sport, besonders dem Männerfußball, in bestimmten Formen einer rückwärtsgewandten Politik, im Schul- und Erziehungsbereich usw. Kaum einer unter uns, der nicht schon die eine oder andere aus Homophobie herrührende böse Erfahrung hat machen müssen.

Dennoch kann man insgesamt erleichtert feststellen, dass die Homophobie in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist. Dies hat wissenschaftlich nachweisbar vor allem einen Grund: das selbstbewusste Sichtbarwerden von Schwulen und Lesben in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Das Sichtbarwerden nicht nur von einigen Politikern und Showgrößen – sondern noch viel wichtiger von ganz normalen Menschen in ihrem Alltags- und Berufsleben. Aber dieses unverzichtbare Sichtbarwerden geschieht eben auch durch eine und auf einer Veranstaltung wie dem CSD. Ein CSD, mit dem wir unmissverständlich und unübersehbar ein politisch-gesellschaftliches Signal gegen alle Formen der Homophobie setzen. Ein CSD, auf dem wir auch durch Spaß, Freude und Feiern unserem Selbstbewusstsein eine besondere Ausdrucksform geben. Ein CSD, wo wir auch innerhalb unserer Community Vielfalt zulassen und zeigen und so den Stereotypen und Vorurteilen Paroli bieten, von denen sich alle Homophobie nährt.

Von dem großen Philosophen und Aufklärer G.E. Lessing stammt das schöne Kompliment, in Leipzig könne man, die „ganze Welt im Kleinen sehen“. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern einen gelungenen CSD Leipzig 2011, der uns die ganze lesbisch-schwule Welt sehen lässt. Möge auch in diesem Jahr von Leipzig  ein unüberhörbares und nachhaltig wirksames Signal gegen alle Formen der Homophobie ausgehen.

Ihr Dr. David Berger

Wolfgang Tiefensee

TiefenseeLiebe Besucherinnen und Besucher des Christopher-Street-Days Leipzig, als Schirmherr, stellvertretend für den Bereich Politik, freue ich mich über ihr Interesse am CSD Leipzig.Der CSD in Leipzig ist mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden, der durch seinen besonderen Schwerpunkt auf die politische Botschaft, weit über Leipzig hinaus bekannt geworden ist.
Wenn am 9. Juli wieder tausende Menschen unter dem Motto „Homophobie ist heilbar“ demonstrierend durch die Leipziger Innenstadt ziehen, wird dies auch in Dresden und Berlin wahrgenommen werden.
Und das ist leider nach wie vor nötig. Denn auch 17 Jahre nach der endgültigen Abschaffung des Paragraphen 175,   5 Jahre nach der Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und im 10. Jahr der Einführung
des Lebenspartnerschaftsgesetzes, ist die rechtliche Gleichstellung zwischen Homo- und heterosexuellen Paaren nicht erreicht. In verschiedenen Bundesgesetzen und in 35 Landesgesetzen werden in eingetragener Lebenspartnerschaft lebende Paare nach wie vor gegenüber verheirateten Paaren benachteiligt.
Dabei sollte doch gelten: Gleiche Liebe = gleiche Rechte!
Auch die Erweiterung des Artikels 3 GG um das Merkmal der sexuellen Identität ist längst überfällig.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür beim CSD Leipzig Flagge zeigen.
Ich freue mich nun auf spannende Gespräche auf dem Straßenfest mit ihnen
und wünsche uns allen einen erfolgreichen Christopher-Street- Day 2011.

Ihr Wolfgang Tiefensee

Ralf König ist Schirmherr des Leipziger CSD 2010

koenig1Die diesjährige Schirmherrschaft für den Leipziger CSD übernahm Ralf König, der international bekannte Comic-Zeichner aus Köln. Unserer Meinung nach verdiente das langjährige künstlerische Schaffen von Ralf König eine besondere gesellschaftspolitische Würdigung, weshalb wir uns über seine Schirmherrschaft besonders gefreut haben.

Ralf König hat mit seinen witzigen, hintersinnigen und bewegenden Geschichten (von „Konrad und Paul“ über „Lysistrata“ bis hin zum „Archetyp“) nicht nur stets für beste Unterhaltung, sondern auch immer in einer subtilen Weise nebenbei für Aufklärung gesorgt, so dass Homophobie keine Chance mehr hatte. Seine Bücher werden mittlerweile (fast) in der ganzen Welt verlegt und haben das Coming Out von Generationen von Schwulen positiv begleitet.

Grußwort von Ralf König zum CSD Leipzig 2010

Sieht man sich die Frühgeschichte des CSD in deutschen Landen an, erscheinen doch manche Forderungen einigermassen unrealistisch.heteros-raus

Die Spätgeschichte allerdings trägt in einigen Grosstädten allzu regenbogengefärbte Früchte.energy-truck

Wie erfreulich, dass es in Leipzig noch anders zugeht. Ich höre von viel Spass und einigem Ernst, von quietschvergnügter Zeigefreude und Entschlossenheit und von einem kritischen Blick auf gesellschaftliche Realitäten. Und getanzt wird auch. Na also. Geht doch.

Anfang der 80er Jahre lief ich in Dortmund mit meinem Freund Hand in Hand durch die Fussgängerzone und wir wurden begafft und mit unfreundlichen Bemerkungen versehen. Zumindest in den deutschen Fussgängerzonen hat sich inzwischen einiges getan. Aber das nur, weil wir uns zeigten. Die Entspannung fällt nicht vom Himmel, wir mussten und müssen etwas dafür tun. Da tankt es auf, einmal im Jahr zu sehen, wie viele und wie vielfältig wir sind.

Ich freue mich, Schirmherr des CSD 2010 in Leipzig zu sein! Ich war noch nie irgendwo Schirmherr und hab keine Ahnung, was da genau auf mich zu kommt, aber ich werd Euch schon schirmherren! Und ich bin sicher, dass das, was ich nach wie vor am CSD schätze, massenhaft zu sehen sein wird: Schwule und Lesben, die aus dieser Festivität Selbstvertrauen und Mut ziehen und weitergeben. Und die Heteros dürfen gern mitfeiern oder zumindest freundlich winken.
Da sind wir dann ganz entspannt.koenig-selbstzeichnung

Grußwort des Schirmherren Bürgermeister Heiko Rosenthal zum CSD Leipzig 2009

Rosenthal_FriedrichLiebe Freundinnen und Freunde,

der Christopher Street Day hat sich in den vergangen Jahrzehnten weltweit zu einer Institution entwickelt. Farbenfroh und stimmungsvoll feiern unzählige Menschen rund um den Globus miteinander und bringen dabei ihre Forderungen nach Gleichberechtigung und Veränderung in Gesellschaft und Politik zum Ausdruck.

In Leipzig findet der Christopher Street Day 2009 unter dem Motto „Homophobie ist heilbar!“ statt. Ein Motto, dass im Jubiläumsjahr der homosexuellen Bewegung auch darauf aufmerksam machen soll, dass Lesben und Schwule auch 40 Jahre nach dem ersten Aufbegehren in der New Yorker Christopher Street häufig noch immer um gesellschaftliche Akzeptanz und Gleichberechtigung kämpfen müssen. Die Teilnehmer des Christopher Street Day haben sich auf die Fahnen geschrieben, auf diese Missstände hinzuweisen und aktiv für Toleranz und dringend notwendige Veränderungen einzutreten.

Sehr gerne habe ich mich deshalb dazu bereit erklärt, insbesondere als Sportbürgermeister, die Schirmherrschaft für den CSD Leipzig 2009 zu übernehmen. Denn genauso wie viele andere Bereiche des täglichen Lebens ist leider auch der Sport nicht frei von Diskreditierungen und Diskriminierungen von Homosexuellen. Für mich ist dabei entscheidend, die wichtige und richtige Arbeit zum Abbau von Diskriminierungen gegenüber Lesben und Schwulen auf Vereinsebene fortzusetzen. Gerade in der großen Familie des Sports – dem „Schmelztiegel“ unserer Gesellschaft – ist Vielfalt ein unantastbares Gut. Der Mut, offen zu dieser Vielfalt zu stehen, darf auch vor der sexuellen Orientierung nicht Halt machen. Weder auf dem Sportplatz, in der Vereinskneipe oder im Vorstand. Getreu dem diesjährigen Motto des CSD Leipzig möchte ich persönlich mit dieser Schirmherrschaft Mut machen.

Ich wünsche den Organisatoren und Teilnehmern einen fröhlichen, farbenfrohen und gut besuchten CSD Leipzig 2009 und hoffe, dass diese Veranstaltung den erhofften Beitrag für mehr Akzeptanz und für ein gleichberechtigtes Leben von Lesben und Schwulen in unserer Gesellschaft leistet.

Ihr

Heiko Rosenthal
(Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig)