CSD-Schwerpunkt 2018

20.04.2018

Gegen Rassismus, Sexismus, Homo-, Trans*- und Interfeindlichkeit

Seit einigen Jahren erstarken rechtskonservative, nationale, antidemokratische und minderheitenfeindliche Parteien und Bewegungen wieder in unserem Land. Dies insbesondere in Sachsen und den übrigen „neuen“ Bundesländern. Sie stehen dabei für eine Welt längst vergangener Zeiten, welche klar und „klassisch“ geregelt ist. Frauen erziehen die Kinder, gehören an den Herd und Männer verdienen das Geld. Eine Wiedererrichtung der Männerherrschaft. In dieser Welt ist alles fremd, was nicht weiß und hetero ist. Manche träumen von einem rein weißen Europa und von einem christlichen Abendland, welches gegen das Eindringen von Fremden verteidigt werden müsse; andere wollen Minderheiten zählen lassen oder gar einsperren.

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare im vergangenen Jahr traf diese rückwärtsgerichtete Bewegung bis ins Mark und beflügelte den Hass auf Lebens- und Liebenswirklichkeiten und Geschlechtlichkeiten jenseits der sogenannten „Norm“. 

Im Alltag werden queere* Menschen wieder häufiger für ihre Identität oder Orientierung angegriffen und ausgegrenzt. Im ersten Halbjahr 2017 gab es fast 30% mehr Straftaten gegen queere* Menschen in Deutschland als im Vorjahreszeitraum (Quelle: Bundestagsdrucksache 18/13255). Aber auch weltweit ist eine Abkehr von liberalen Entwicklungen zu verzeichnen – so schaffte z.B. die Regierung der Bermudainseln die bereits geöffnete Ehe im Februar dieses Jahres wieder ab. In manchen Ländern werden queere* Bewegungen verboten und Aktivist*innen, wie zuletzt in der Türkei, inhaftiert. In acht Staaten droht Menschen für gleich-geschlechtliche Sexualität sogar die Todesstrafe.

Es ist also falsch zu sagen, dass Christopher Street Days (CSDs), Pride Veranstaltungen oder generell queere* Demonstrationen heutzutage nicht mehr nötig sind. Es geht darum weiter für Freiheit und Recht einzustehen, Erkämpftes zu erhalten und zu festigen. Es gilt sich für Vielfalt einzusetzen und sich auch gegenüber queeren* Menschen in anderen Ländern solidarisch zu zeigen.

Der Christopher Street Day Leipzig steht seit langem für mehr als nur das Recht von Lesben und Schwulen gleichgeschlechtlich heiraten zu dürfen. Keine Frage – Die Öffnung der Ehe ist eine wichtige Errungenschaft der 30-Jährigen Bewegung, welche ihre Anfänge in dem Aufstand queerer* Menschen, insbesondere und oftmals vergessen von Trans*frauen of Color, in New York nahm.

Doch es gibt noch viel mehr zu erreichen. Zum Beispiel die Reform des diskriminierenden Transsexuellengesetzes (TSG), ein Verbot ungewollter medizinischer Eingriffe an intergeschlechtlichen Menschen, die Änderung der gängigen Entscheidungspraxis im Asylverfahren von queeren* Personen, eine queere*-inklusive Medizin, die Beachtung queerer* Bedürfnisse in der Pflege und vieles mehr!

Mit der CSD-Woche vom 13.07. – 21.07.2018 möchten wir zeigen, dass wir in Sachsen, dem Bundesland mit den höchsten AfD-Bundestagswahlergebnissen und dem Ursprung der *GIDABewegung, solche Diskriminierung in der Politik und breiten Masse nicht hinnehmen wollen. Daher möchten wir die Menschen für Diversität sensibilisieren, damit sie erkennen, dass Vielfalt eine Bereicherung unserer Gesellschaft ist und nicht gefürchtet werden muss.

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Themenschwerpunkt 2017 – Stop Hate!

Stop hate!

Hass ist ein komplexes Gebilde. Er verweist auf gesellschaftliche Zustände und besitzt viele Facetten – innerhalb der Gesellschaft bis hin zur einzelnen Person. Seit Menschen gedenken lautet seine Maxime: Hass tötet! Hier, dort und überall! Und das seit jeher!

Derzeit beobachtet man mit Schrecken eine Radikalisierung in der Gesellschaft. Ein konservativer Rechtsruck ist in Sachsen, Deutschland, Europa und sogar weltweit spürbar. Dabei ist eine Angst dieser rechten Bewegungen die „Verschwulung der Welt“. Die „Genderisierung“ und die „Genderideologie“ der „Homo-Lobby“ bilden die Schlagwörter, die in Hassreden stets gesellschaftsfähiger werden. Diese Ängste sind eindeutig als gezielt falsche Überzeichnungen zu benennen und abzulehnen.

Jene konservativen Bewegungen sind breit aufgestellt. In ihnen versammeln sich von vermeintlich besorgten Bürger*innen, über christlichen Fundamentalist*innen bis hin zu Mitgliedern von rassistischen und sexistischen Parteien, wie der Alternative für Deutschland (AfD) und Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD), sowie eine Vielzahl von Personen, die sich gegen eine Gleichberechtigung aller in der Gesellschaft stellen. Deutlich wird dies unter anderem an Hassreden im Internet, der zunehmenden Zahl rassistischer und homophober Übergriffen, Vergewaltigungsbefürwortern alias “Pick-Up-Artists”, Äußerungen der AfD und NPD sowie deren Forderung, Gleichstellungsbeauftragte in Unternehmen und öffentlichen Institutionen abzuschaffen.

Hass und dessen Auswirkungen auf gesellschaftliche Zustände ist das Schwerpunktthema des Leipziger Christopher Street Days 2017. Dabei wollen wir an die Stonewall-Emanzipationskämpfe in New York City im Jahr 1969 erinnern, bei denen Gays, Queers, Trans und Drag Queens of Colour gemeinsam gegen staatliche Willkür Widerstand leisteten und für die Gleichberechtigung demonstrierten. Hier zeigt sich, dass Hass nicht nur in Menschen wirkt, sondern auch in Strukturen und in Staatlichkeit. Wir wollen uns explizit gegen Feindlichkeit oder gar Hass gegenüber Menschengruppen aussprechen, die aus der „gesellschaftlichen Norm“ fallen und somit als „anders“ bezeichnet werden. Gleichzeitig möchten wir diesen Hass öffentlich anprangern.

Unser Blick richtet sich hierbei nicht nur auf die konservative Rückwärtsbewegung in der Gesellschaft, sondern auch auf uns selbst und Anfeindungen innerhalb unserer Community. Denn selbst eine persönliche Identifikation als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, transident, intersexuell, queer oder asexuell und somit als Teil der LSBTTIQA*-Community schützt nicht vor negativen Äußerungen untereinander. Auch innerhalb der Szene kommt es zu Fremdenfeindlichkeit, Sexismus und Abneigung gegen nicht der Norm entsprechende Schönheitsideale, körperliche und geistige Beeinträchtigungen oder unkonventionelle Lebensweisen. Doch trotz aller Unterschiedlichkeit gibt es eine verbindende Gemeinsamkeit: das Erleben von Anfeindungen und Diskriminierung bis hin zu Ausgrenzung und Gewalt – nur, weil wir vermeintlich anders sind.

Auch wenn Emanzipationsbewegungen in der Vergangenheit bereits große Schritte in Richtung Gleichstellung erreicht haben, ist das kein Grund einfach stehen zu bleiben. Besonders im Hinblick auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen machen es diese sogar nach wie vor notwendig, aktiv für Gleichberechtigung zu kämpfen. Dabei geht es nicht um das „Aufzwingen“ alternativer Lebensweisen und Identitäten, sondern um das Recht aller – unabhängig von Geschlecht, Körperlichkeit, Beeinträchtigungen, Identität, Begehren, Ethnizität, soziale Herkunft oder Religion – verschieden sein zu können.

Der Leipziger CSD 2017 steht dabei für ein solidarisches Füreinander und gegen ein ablehnendes Gegeneinander. Denn alle Menschen in all ihren Facetten haben ein Recht auf ein glückliches Leben ohne Gewalt und Hass!

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Traut euch! am 16.07.

Traut euch!

In Anbetracht unseres Themenschwerpunktes „Der Umgang von Religionen mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt“ gibt es für euch die Möglichkeit euch beim Straßenfest am 16.07. in einer aufblasbaren rosa Kirche symbolisch trauen zu lassen!

Die Trauungen werden von der Schwester Farfalle Ute Elisabeth Gabelmann von der Kirche des fliegenden Spaghettimonsters (Pastafari) vollzogen.

Die Wertigkeit einer Ehe sollte nicht von der Zusammenstellung der Partner*innen abhängig sein.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Grußwort Britta Taddiken – Botschafterin 2016

Gottseidank gibt es den CSD auch in Leipzig nunmehr als bewährte Tradition! In den letzten Monaten ist deutlich geworden, wie wichtig es ist, für Vielfalt, Toleranz und für ein friedliches Miteinander der Verschiedenen einzutreten. Machen wir uns nichts vor: Der völkisch-nationale Rechtsrutsch in einigen osteuropäischen Nachbarländern und das abwertend-verächtliche Gerede auf Pegida- und Taddiken grüner PulloverLegidakundgebungen betrifft in besonderer Weise die Community von Lesben und Schwulen. Nicht zuletzt ließ eine Anfrage der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag aufhorchen, wie viele Homosexuelle es in Thüringen gäbe. Es ist nicht zu übersehen: Die Bereitschaft, in Bezug auf Homosexualität auch rechtlich zu „alten Zeiten“ zurückzukehren, ist da und der auf Spaltung angelegte Kurs rechtspopulistischer Parteien und Vereinigungen in Europa betrifft auch das Miteinander von Menschen verschiedener sexueller Orientierungen. Die Hemmschwelle, gleichgeschlechtlich liebende Menschen zu diskriminieren, ist deutlich gesunken. Aber auch die verdeckte Diskriminierung ist nach wie vor da. Auch im kirchlichen Bereich ist dies an vielen Stellen leider sichtbar, auch wenn dies von leitenden Gremien zurückgewiesen wird. Aber es gibt auch Landeskirchen, in denen es selbstverständlich ist, dass ein verheiratetes männliches Pfarrerpaar gemeinsam im Pfarrhaus lebt und wirkt und wo einzig und allein eines zählt: dass die beiden ihre Arbeit gut machen und in Liebe und mit Respekt auf die ihnen anvertrauten Menschen zugehen. Dass es irgendwann normal sein wird, dass hetero-und homosexuelle Menschen nicht nur rechtlich gleichgestellt sind, sondern sich derselben Achtung und desselben Schutzes unserer Gesellschaft sicher sein können – dafür haben wir in Leipzig und in Sachsen noch auf vielen Ebenen zu arbeiten. So möge dieser CSD dazu beitragen, hier etwas voranzubringen. Ich wünsche allen, die an den Veranstaltungen teilnehmen, gute und erkenntnisreiche Tage!

Ihre Britta Taddiken, Pfarrerin der Thomaskirche in Leipzig

Themenschwerpunkt 2016

Sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten im Kontext von Religionen

Liebe, Lust, Sexualität und Religionen sind große Themen die selten konfliktlos nebeneinander stehen und dennoch viel miteinander zu tun haben.

Wer verbindet sich mit wem? Wem gehört was? Welche Rechte hat wer? Weil die Dynamik so stark und die Kontrolle darüber so wichtig ist, bestimmen in den meisten Kulturen traditionell die Religionen darüber, was richtig und falsch, was gut und schlecht ist.

Jede Religion hat eigene Konzepte zum Umgang mit Sexualität und in der Auslegung von Geschlechterrollen bzw. ganz konkrete Vorschriften, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen.

Das hängt stark von der jeweiligen Sprecher*innenposition ab. Wer sagt was, mit welcher Haltung, aus welcher Position. Dabei geht es einerseits um die Frage, wer im Namen einer Religion spricht, aber auch wer sich, um normative Aussagen zu treffen, der Religion als „Argument“ bedient.

So verschieden wie Begehrenskonzepte und/oder geschlechtliche Identitäten sind, so differenziert und vielfältig sind auch religiöse Positionen. Um dieses breite Spektrum soll es in diesem Jahr inhaltlich zum CSD Leipzig gehen:

Während der CSD-Woche liegt der Fokus der Veranstaltungen auf dem Schnittpunkt sexueller Orientierungen und/oder geschlechtlicher Identitäten im Kontext von Religionen: Wo sind Religionen hilfreich und helfen, Perspektiven zu erweitern oder Halt zu geben? Wo werden welche Argumente aus dem Kontext unterschiedlicher Religionen gegen eine offene und plurale Gesellschaft in Anschlag gebracht? Wo dienen religiöse Argumentationsmuster als Deckmantel abwertender Artikulationen? Diese und andere Fragen stellen den Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungsformate dar.

Der CSD verspricht somit auch in diesem Jahr einen spannenden Mix vieler Veranstaltungen. Vom 08. bis zum 16. Juli laden wir alle Interessierten dazu ein, die Programmwoche, das Straßenfest, die Demo und den Prideball zu besuchen.

 

CSD-Leipzig gibt thematische Schwerpunkte bekannt

Die „Besorgten Eltern“, die sogenannten Lebensschützer*innen, Thilo Sarrazin, die AfD, die äußerst kontroversen GIDA-Bewegungen u.v.m. haben trotz einiger inhaltlicher Differenzen mindestens zwei gemeinsame Punkte. Zum einen verfügen weitestgehend alle Akteur*innen über eine nationalistische Haltung. Zum anderen ist Gender-Mainstreaming, „Genderismus“, die „virulente Homolobby“ und überhaupt alles, was nicht eindeutig Mann oder Frau ist und sich heterosexuell in der Ehe vereinigt, abzulehnen, zu „heilen“ oder in irgendeiner Form rechtlich und politisch einzuschränken.

Mit Argumenten wie „Frühsexualisierung“, „Legalisierung der Pädophilie“, „Sex in jedem Fach“ und „Porno in der Grundschule“ warnte die Initiative „Besorgte Eltern“ auf vielen Demonstrationen vor Sexualaufklärung im Allgemeinen sowie vor Bildungsinhalten zum Thema sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Speziellen. Den Legida-Positionen ist zu entnehmen, dass sie sich nicht für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einsetzen, sondern im Gegenteil eher das klassische, heteronormative Familienbild mit seiner traditionellen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau zementieren wollen.

Dieser versuchte, konservative Rechtsruck in der Gesellschaft hat den Christopher Street Day in Leipzig in diesem Jahr dazu veranlasst, viele Veranstaltungen zum Schwerpunktthema Bildungsarbeit in die Veranstaltungswoche vom 10.07. bis 18.07.2015 aufzunehmen. Ziel ist es, damit den Unsicherheiten und Ressentiments etwas inhaltliches entgegenzusetzen. So hat z.B. das Referat für Gleichstellung der Stadt Leipzig bereits eine Podiumsdiskussion angekündigt.

Als weitere Themen wurden „Sexualität im Alter“ und „Diskriminierung in LSBTI*-Kontexten“ in die Schwerpunktsetzung der Veranstaltungswoche aufgenommen.

Alterssexualität ist an sich ein Aspekt, der gesellschaftlich häufig tabuisiert ist. Oft wird den Menschen abgesprochen im hohen Alter über die eigene Sexualität zu verfügen. Besonders deutlich wird dies in Pflegeeinrichtungen, die nur selten auf die entsprechenden Bedürfnisse der Bewohner*innen eingehen können. Wie ist die Situation für trans*-, inter*geschlechtliche und bisexuelle, schwule oder lesbische Personen in Pflegeheimen? Dies ist nur eine Frage von vielen, mit welchen wir uns im Rahmen dieses Themas in der Veranstaltungswoche auseinandersetzen wollen.

Nicht weniger wichtig ist die Beschäftigung mit den „eigenen“ Ausgrenzungsmechanismen. Gerade bei sexueller und geschlechtlicher Vielfalt entstehen schnell Kategorien wie „Wir“ und „die Anderen“. Es gibt durchaus viele positive Aspekte von Aus-und Einschlüssen wie das Formulieren politischer Forderungen oder das eigene Empowerment durch eine Gruppe, um Diskriminierungen entgegenzuwirken.

Problematisch ist dabei allerdings, dass die Idee eines Kollektivsubjektes (“Wir Schwule”, “Wir Homosexuelle”) dazu führt, Strukturen, die innerhalb dieser Gruppen herrschen, nicht (mehr) wahrzunehmen. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass rassistische Diskurse („Muslime sind homophober als andere“) in einer vermeintlich offenen LSBTI*-Gemeinschaft salonfähig werden. Dem wollen wir mit aufklärenden Veranstaltungen entgegenwirken.

Freuen wir uns alle auf eine spannende Programmwoche vom 10. – 18. Juli 2015!

Aktuelle Informationen auch auf:  www.facebook.com/CSDLeipzig 

CSD Motto 2015

Die Wahl ist getroffen. Aus den Einsendungen der Community hat das CSD Plenum einen Vorschlag ausgewählt.

Im kommenden Jahr möchte der CSD Leipzig unter dem Motto „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“zeigen, dass es trotz verschiedenster Lebens- und Liebesweisen, doch einen Punkt gibt, in dem wir uns gleichen.
Homo bedeutet Mensch und dies sind wir alle. Menschen, die ihr Leben genießen und gestalten möchten, ohne für dessen Auslebung ständig in Angst vor Strafen & Diskriminierung leben zu müssen.

In vielen Ländern der Erde werden Lebens- und Liebensweisen abseits der Heteronormativität, sprich der Verbindung zwischen Mann und Frau, gesellschaftlich und auch gesetzlich abgelehnt. Sanktionen für Händchenhalten oder verliebte Blicke, offen gelebte Liebe und politische Statements? Für viele Menschen leider kein Albtraum, sondern gängige Praxis mit der Konsequenz jahrelanger Gefängnis- und sogar Todesstrafen.

Selbst in Europagibt es längst noch keine rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung. Zwar sind Gesetze, welche die Homosexualität unter Strafe stellen, in den meisten Ländern Europas abgeschafft, aber was die Akzeptanz angeht, sind wir noch längst nicht auf einem Level, mit dem wir zufrieden sein wollen.

Der Leipziger CSD möchte nun unter dem gewählten Motto „Du, ich, wir sind HOMOsapiens“vom 10. Juli bis zum 18. Juli zu verschiedensten Veranstaltungen politischer, kultureller und sportlicher Art einladen.

CSD Leipzig – Motto für 2014 steht fest

Liebe gehört zu den stärksten Gefühlen, die Menschen einander entgegenbringen können. Dennoch kann nicht jeder seine Liebe frei ausleben. Beschimpfungen, Verachtungen, Gewalt, sind leider noch gängige Praxis, besonders in vielen Ländern Osteuropas und Asiens, in denen gleichgeschlechtliche Liebe vereinzelt sogar gesetzeswidrig ist. Doch auch in unserem Land herrscht noch längst keine völlige Akzeptanz.

Hier möchten wir klarstellen, dass es für die Gefühle eines Menschen kein Gütesiegel geben sollte, keine Bewertung, die eine Art zu lieben über eine andere stellt. Deshalb soll der CSD 2014 in Leipzig unter dem Motto: „Liebe hat kein Label“ stehen.

Mit diesem Motto will die Leipziger CSD – Bewegung abermals ihr Wort gegen veraltete Ideologien und Weltanschauungen erheben und aufzeigen, wie wichtig es ist, Liebe ohne Etikett und Wertung zu sehen, sondern lediglich als ein Gefühl, welches Menschen tief verbindet.

Deshalb möchten wir alle Interessierten einladen, vom 11. bis 19. Juli 2014 eine Programmwoche zu erleben, die genau diese Werte vermitteln soll.

Neues Motto für den CSD 2013 gesucht!

Der CSD in Leipzig soll auch im nächsten Jahr ein unverwechselbares Gesicht tragen und um das zu realisieren, brauchen wir euch, mit euren Ideen, die uns Vorschläge für das CSD-Motto 2013 einsenden! Ob witzig, politisch oder fast schon nachdenklich, reicht all eure Ideen bei uns ein und mit etwas Glück, wird aus eurem Geistesblitz das neue Motto!

Reicht uns eure Ideen über orga@csd-leipzig.de ein oder nutzt einfach das Kontaktformular auf unserer Internetseite.

Einsendeschluss ist der 11.12.12 und wer miterleben möchte, ob genau sein Motto sich gegen die anderen Vorschläge durchsetzt, der/die darf am 12.12 um 18:00 Uhr in der RosaLinde nicht fehlen.